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Artenschutz im Wald gefährdet

Publicerat tisdag 6 november 2007 kl 11.27

Schweden könnte Schwierigkeiten bekommen, seine Ziele für den Schutz der Artenvielfalt im Wald zu erreichen. Beunruhigte Wissenschaftler und Umweltschützer haben ihre Sorge in einem Brief an Umweltminister Andreas Carlgren formuliert.

Umweltminister Andreas Carlgren kündigte im Haushaltsplan vor sechs Wochen eine Kürzung der für den Waldschutz zur Verfügung gestellten Gelder an. Statt wie bisher den Waldbesitzern Waldgebiete abzukaufen, die unter Naturschutz gestellt werden, will er künftig andere Methoden finden, um Urwälder und alte Wälder zu bewahren. Im Klartext sollen die Waldeigentümer dazu angehalten werden, Teile ihres Besitzes selbst von der Bewirtschaftung auszunehmen.

Waldwirtschaft boomt
Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des derzeitigen Nachfragerekords nach Holz halten Wissenschaftler der staatlichen Arten-Datenbank, des Zentrums für biologische Vielfalt an der Universität Uppsala und des dortigen Instituts für Ökologie diese Gelderkürzungen für äußerst gefährlich, erklärt der Chef der Arten-Datenbank, Johan Bondegård: „Wir halten es an sich immer für sinnvoll, Arbeitsformen zu diskutieren. Zugleich wissen wir, dass ein enormer Schutzbedarf besteht. Die Behörden signalisieren bereits jetzt einen Geldmangel, nicht nur, um die Waldeigentümer für Naturschutzgebiete zu entschädigen, sondern auch für die laufende Arbeit der Behörden selbst.“

Erst Beschluss
Die Gelder zur kürzen, bevor beschlossen ist, wie beispielsweise die wenigen in Schweden noch existierenden richtigen Urwälder geschützt werden sollen, hält auch der Naturschutzbund für gefährlich. Vor ein paar Tagen übergab man der Regierung eine Liste mit 8300 Unterschriften, die den sofortigen Total-Stopp für die Ernte in solchen Waldgebieten fordern. Denn nicht alle sind bisher geschützt, vor allem aus Mangel an Ressourcen. „Schon bevor die Gelder gekürzt wurden, konnte Schweden seinen Waldschutzzielen nicht richtig nachkommen. Mit weniger Geld wird es ja nicht gerade schneller gehen“, erklärt der Vorsitzende des Naturschutzbundes, Per Larsson. 

Schutz - unklar wie
Als er die neuen Haushaltsmittel präsentierte, betonte Umweltminister Carlgren, dass Aufkäufe durch den Staat nicht der einzige Weg sind, schützenswerte Waldgebiete tatsächlich zu schützen. Das Problem ist jedoch: Welche anderen Wege es geben könnte, dazu hat sich der Umweltminister bisher nicht konkret geäußert, und die Wissenschaftler fürchten, bis dies geschieht, könnte es bereits zu spät sein.

Luise Steinberger

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