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Sexualkunde-Unterricht für Lehrer

Publicerat torsdag 8 november 2007 kl 16.03
Metta Fjelkner

Sexualkundeunterricht gehört bereits seit 100 Jahren in Schweden zum Unterrichtsstoff der öffentlichen Schulen. Seit 50 Jahren ist das Thema obligatorisch. Nun fordern die Lehrergewerkschaft und der Verein für Sexualaufklärung, dass die Lehrer in ihrer Ausbildung auf dieses schwierige Thema vorbereitet werden.

Unter schwedischen Jugendlichen steigt derzeit die Zahl der Infektionen mit Geschlechtskrankheiten wie beispielsweise Klamydiose. Ein Grund dafür könnte eine mangelhafte Sexualaufklärung in der Schule sein. Das glauben jedenfalls der Verein zur Sexualaufklärung, RFSU, und der Lehrerverband. Doch sie geben nicht einfach den Lehrern die Schuld, sondern weisen daraufhin, dass die Lehrer auf den Sexualkundeunterricht schlecht vorbereitet sind. Nur sechs Prozent der Lehramtsstudenten lernen während ihres Studiums mit diesem schwierigen Stoff vor eine Klasse zu treten. Metta Fjelkner, Vorsitzende der Lehrergewerkschaft, fordert die obligatorische Einführung des Themas im Lehrerstudium. „Das ist wichtig, denn der Sexualkundeunterricht ist in der Schule obligatorisch. Wir finden es falsch, dass Lehrer Sexualkundeunterricht erteilen sollen, ohne dafür andere Ausgangspunkte als allein ihre eigenen Erfahrungen zu haben.“

Seit 50 Jahren
Sexualkundeunterricht ist seit 50 Jahren im Lehrplan vorgeschrieben. Also könnte man meinen, Schwedens Lehrer müssten dem Thema doch schon allein aus Erfahrung gewachsen sein. Doch Metta Fjelkner glaubt, man habe das Thema immer als Stiefkind behandelt. „Ich weiß nicht genau, warum der Sexualkundeunterricht immer noch Mängel hat. Aber ich kann mir vorstellen, dass es an der vorgeschriebenen Aufteilung liegt: das Thema soll sowohl im Biologieunterricht als auch im Gesellschaftskundeunterricht bearbeitet werden – und da fühlt sich dann keiner der Fachlehrer so richtig zuständig.“

Reaktion auf Björklund
Mit der Forderung nach obligatorischer Ausbildung reagieren die Lehrer auf eine Äußerung von Schulminister Jan Björklund. Dieser hatte vor einigen Wochen den Vorschlag der Lehrergewerkschaft zurückgewiesen, man könnte ja Spezialisten von Außen – wie etwa den Verein zur Sexualaufklärung – für den Sexualkundunterricht engagieren. Kommt nicht in Frage, hatte der Schulminister geantwortet, Sexualkunde sei Sache der Schule.

Luise Steinberger

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