Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Steuerbehörde lenkt bei Schwarzarbeit ein

Publicerat tisdag 13 november 2007 kl 11.19

Wenn die Gesellschaft sich schwer tut, den Gesetzen und Regeln zu folgen, müssen eben die Gesetze und Regeln der Gesellschaft angepasst werden. Zu diesem Schluss scheint die Steuerbehörde gekommen sein und will das Thema Schwarzarbeit in Zukunft großzügiger behandeln. Ist das wirklich ein Zufall - nach all den Skandalen um Schwarzarbeit von Kindermädchen, Handwerkern und Putzfrauen bei Ministern?

Das bisherige System zur Besteuerung von Gelegenheitsarbeiten war ziemlich restriktiv ausgelegt. Alle Arbeiten, für die übers Jahr mehr als 999 Kronen also knapp 100 Euro bezahlt wurden, waren steuerpflichtig, also mit Sozialversicherung und Arbeitgeberabgaben belegt. Viele Schweden, die Babysitter, Garten- oder Putzhilfen kurzfristig beschäftigen, sind somit zu Steuersündern geworden. Wer beispielsweise die Nachbarskinder mehrmals im Jahr zum Babysitten in Anspruch genommen hat, hat sich damit schon schuldig gemacht.

Jetzt präsentiert die Steuerbehörde der Regierung einen neuen Vorschlag. Dabei soll der Freibetrag auf 10.000 Kronen, also gut 1000 Euro, pro Jahr angehoben werden. Der Generaldirektor der Steuerbehörde, Mats Sjöstrand erläutert den Hintergrund: „So viel wie möglich von dem, was zwischen Nachbarn, Freunden und Verwandten gemacht wird, soll von den Regelungen ausgeschlossen werden, weil es nicht mehr als Steuerbetrug aufgefasst wird.“

Weniger Grübeln

Eine solche Regelung wird natürlich vom Normalschweden positiv aufgenommen. Nina Benner etwa wäre erleichtert, denn auch sie war bisher ins Grübeln gekommen, was erlaubt war und was nicht: „Da bräuchte ich nicht mehr nachzudenken. Der Mann, der bei uns die Hecke schneidet, hat ein eigenes Unternehmen, da brauche ich nicht nachzudenken. Aber es wäre praktisch wenn ich das bei den privaten Angelegenheiten auch nicht mehr bräuchte.“

Doch auch bei der alten Regelung scheinen sich viele Regierungsmitglieder keine Gedanken gemacht zu haben. In den letzten Wochen und Monaten wurde aufgedeckt, dass zahlreiche Minister und Staatsekretäre Schwarzarbeit in Anspruch genommen haben, die auch den neuen Freibetrag um ein vielfaches übersteigt. Mats Sjöstrand von der Steuerbehörde sieht die Reform trotzdem nicht als ein Nachgeben gegenüber gewissen Kreisen in der Regierung: “Das ist keine Frage der Feigheit. Die Bürger finden einfach, dass die Regeln nicht mehr der Wirklichkeit entsprechen. Da müssen wir uns fragen, ob wir Rasen mähenden Nachbarn oder den dicken Fischen hinterher jagen sollen.“

Nicht nur haushaltsnahe Dienstleistungen sollen vom erhöhten Freibetrag profitieren, sondern auch kleine Nebenerwerbe, wie etwa der Verkauf von Honig bei einem Hobbyimker. Der Vorschlag wurde jetzt der Regierung präsentiert und soll ab 2009 gelten - falls die Regierung dem zustimmt.

Dieter Weiand

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".