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Nordic Battle Group übt den Ernstfall

Publicerat tisdag 13 november 2007 kl 16.05

Sie ist die schnelle Eingreiftruppe der EU, Nordic Battle Group. Zum ersten Mal wurde Schweden mit der Leitung einer solchen Truppe beauftragt. Und ab dem ersten Januar des nächsten Jahres steht sie in Bereitschaft. Innerhalb von zehn Tagen sollen die Truppen in einem Radius von 6000 Kilometern von Brüssel entsandt werden. Im Vorfeld war viel über Personal- und Materialmangel bekannt worden. Gerade hat die schnelle Truppe ihre letzte grosse Übung vor einem möglichen Einsatz absolviert.

Maximilian Bock, Präsident von X-Land wird von seinen Anhängern vor dem Wahllokal begrüsst. Das Wahllokal ist eine Halle auf dem Gelände des Norrbotten-Regiments in Boden. Maximilian Bock heisst in Wirklichkeit Patrick Eriksson, seine Anhänger sind von der Heimwehr verpflichtete Statisten.

“Besser als alle Erwartungen”, lobt Präsident Bock den bisherigen Ablauf der Wahl. Und einer der Militärposten vor dem Lokal pflichtet bei:  “Alles gut, alles ruhig. Keine Unruhen. “

Panzer ums Wahllokal

Rund um das Wahllokal, rund um die Kasernen des Regiments, in der ganzen Stadt sind Panzer postiert, Eine Stadt im Ausnahmezustand? Boden im Krieg? Die Einwohner beunruhigt? Mitnichten. In der Militärstadt sind die Einwohner an Panzer, Kanonen und Übungen gewohnt. Ylva Ljungberg ist an diesem Übungs- und Wahltag ihrer Pflicht als Bürgerin von Boden nachgekommen, um zu wählen: “Wir sind gerne Statisten, um den Soldaten beim Training zu helfen.”

Und Statisten-Wähler Paul Örnblom aus Boden fügt hinzu: “So was kommt hier nicht alle Tage vor, zum ersten Mal eine so grosse Sache. Natürlich gibt es immer mal Übungen, aber keine war bisher so gross.”

2800 Soldaten aus Schweden, Finnland, Norwegen, Estland und Irland haben zehn Tage lang für den Ernstfall geprobt. Innerhalb von zehn Tagen an einem Krisenherd wo auch immer auf der Welt zu sein – das erfordert vor allem eine funktionierende Logistik für den Transport von Truppen und Material. Unterschiedliche Verbände aus mehreren Ländern zusammenzufügen, ist die nächste Aufgabe.

Was auch die Befehlsgewalt einschliesst. Für diese Übungsaufgaben haben sich die Militärs ein Drehbuch ausgedacht. Offizier Börje Johansson: “Alle sammeln sich in Sydland, welches ausserhalb des Krisengebietes X-Land liegt. Dorthin muss man zu Land und See gelangen, um die Wahl abzusichern. Dort gibt es Gegensätze, die die Wahl nicht behindern sollen.” ”

Schauspieler der Heimwehr

Die Buhrufe der Heimwehr-Statisten klingen etwas müde, als die Oppositionsvertreter im Wahllokal erscheinen. Wahrscheinlich haben sich die Schauspieler beim Kartoffelwerfen einen Tag zuvor zu sehr verausgabt, als sie Anhänger der Opposition spielten und mit den politischen Gegner aneinander gerieten. Andere Übungsaufgaben waren die Befreiung eines Konzentrationslagers und Strassenkämpfe.

Eine erste Bilanz nach zehn Tagen Übung von Oberstleutnant Lars Karlsson: “Woran wir jetzt noch arbeiten müssen, das sind vor allem Wartungs- und Führungsfragen. Man muss im Vorfeld an den Nachschub denken, an Wartungsarbeiten. Jetzt haben wir noch Zeit bis Weihnachten, diese Dinge zu regeln und die Chefs wissen um die Mängel.”

Was der Truppe am meisten fehlt, sind Hubschrauber. Verteidigungsminister Sten Tolgfors musste bei einem Truppenbesuch einräumen, dass die benötigten drei Rettungshubschrauber nicht rechtzeitig geliefert werden. Auf einer Pressekonferenz mit dem norwegischen Staatssekretär Espen Barth Eide sagte Holgfors: “Die Medevac-Hubschrauber sind noch nicht fertig. Sie werden noch gebaut, in Norwegen. (Gelächter). Sie sollen nun Ende März geliefert werden.”

150 fehlen

Zudem sind 150 Stellen der Nordischen Einsatzgruppe noch nicht besetzt. Doch alle Veranwortlichen versichern einmütig: alles werde sich lösen. Einstweilen verordnet sich die Truppe Optimismus. Und der kommt auch von höchster Stelle, König Carl XVI Gustaf: “Ich habe mit den Offizieren und dem Oberbefehlshaber gesprochen und sie haben versichert, dass die Voraussetzungen sehr gut sind.”

Der König verlässt das Übungsgebiet wieder, zurück bleiben die Soldaten, die ab dem ersten Januar in Bereitschaft stehen, wie Martin Ekeros beispielsweise, der sich gerne freiwillig meldete für die Nordic Battle Group: “Ich habe viele Jahre bei der Armee gearbeitet, logisch, dass ich dabei bin. Die Arbeit macht Spass. Diese Zusammengehörigkeit mit den Kumpels. Man kommt sich sehr nahe, wenn man so eng miteinander arbeitet.”

Die Wahl in X-Land ist beendet. Die regierende Echo-Partei hat gewonnen, Präsident Maximilian Bock bleibt an der Macht, was seine Anhänger, die Statisten der Heimwehr beklatschen. Die Wirklichkeit ab dem ersten Januar, kann ganz anders aussehen.

Katja Güth

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