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Frauen aus dem Ausland dürfen in Schweden abtreiben

Publicerat torsdag 15 november 2007 kl 15.18

Das Recht jeder Frau auf Schwangerschaftsabbruch wird in Schweden nicht in Frage gestellt. Jetzt musste sich der Reichstag jedoch mit dieser Frage erneut auseinandersetzen. Es ging darum, ob Frauen aus dem Ausland ebenfalls berechtigt sind, Abtreibungen in Schweden durchführen zu lassen. Im Prinzip ja – so der Reichstag jetzt. Aber viele Abtreibungsbefürworter sind dennoch nicht zufrieden.

Vor allem Frauen aus Polen und anderen Ländern, wo Abtreibung sehr restriktiv gehandhabt wird, wollen nach Schweden kommen. Ihre Rechtslage war bisher nicht eindeutig geklärt. Es ging darum, ob sie im staatlich organisierten Gesundheitssystem mit Einheitskrankenkasse das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch haben. Der Reichstag räumt den Frauen jetzt diese Möglichkeit ein – jedoch mit der Auflage, dass sie die Kosten selbst zu tragen haben. Åsa Regner vom Verband für Sexualaufklärung ist damit nicht zufrieden: „Selbstverständlich muss man die Reise selbst bezahlen. Aber wenn man dann auch noch für den Eingriff aufkommen muss, wird das sehr viele von vorneherein ausschließen.“

Ihr Verband hat die Frage seit langer Zeit aktiv vorangetrieben. Bisher konnten Frauen aus dem Ausland allgemeine gesundheitliche Versorgung bekommen, aber eben keine Abtreibung. Dies hat das Parlament jetzt geändert. Widerstand hat es auch in der Debatte nur von sieben christdemokratischen Abgeordneten gegeben.

In Schweden teurer als illegal in Polen

Das ist zunächst für viele Frauen in Polen eine gute Nachricht. Dort ist Abtreibung nur nach einer Vergewaltigung und bei gesundheitlichen Problemen möglich. Dennoch findet auch Krystyna Kapura von der polnischen Federation for Women and Family Planing, dass der Preis allein für den Eingriff mit umgerechnet gut 1.000 Euro sehr hoch ist.

„Das ist ein höherer Preis als für eine illegale Abtreibung in Polen“, sagt Kapura und schließt daher aus, dass es zu einer Art Abtreibungstourismus von Polen nach Schweden kommen wird.

Ob Abtreibungstourismus oder nicht  - den Abtreibungsgegnern in Polen aber auch in anderen Ländern wird die Entscheidung des schwedischen Parlamentes dennoch ein Dorn im Auge sein.

Dieter Weiand

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