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Härtere Anforderungen an Einwanderer

Publicerat torsdag 15 november 2007 kl 15.22
Einwanderungsministerin Nyamko Sabuni

Die Zahl der Asylsuchenden in Schweden ist im Oktober mit knapp 3500 Personen auf den höchsten Stand seit vierzehn Jahren geklettert. Kein EU-Land hat beispielsweise so viele Irak-Flüchtlinge aufgenommen wie Schweden. Gleichzeitig gilt Schweden weiterhin als sehr groβzügig, wenn es um den Nachzug von Angehörigen geht. Doch das könnte sich ändern. Nach einem Vorschlag der Liberalen soll die Sicherstellung der Versorgung der Angehörigen künftig Voraussetzung für deren Nachzug sein.

In Sachen Einwanderung verkörpern Schweden und das benachbarte Dänemark derzeit zwei Extreme. Während Dänemark unter dem Kommando der ausländerfeindlichen Dänischen Volkspartei die Schotten dichtgemacht, sprich die Grenzen für Angehörige von Einwanderern fast völlig geschlossen hat, stellt Schweden an Nachreisewillige so gut wie gar keine Forderungen. Nun also wollen die Liberalen die Latte höher legen. Nyamko Sabuni, Parteimitglied und Integrationsministerin, erläutert den Vorschlag:

„Wir wollen fordern, dass derjenige, der eine Aufenthaltserlaubnis bekommen hat, einen Arbeitsplatz und auch eine akzeptable Wohnung hat, in der er die Angehörigen bei Bedarf unterbringen kann. Als Angehörige gelten in diesem Fall Eltern, Kinder oder andere Personen, mit denen man im Heimatland zusammengelebt hat beziehungsweise für die man im Heimatland die Versorgungsverantwortung hatte.“

Nicht zuletzt wolle man mit dem Vorschlag die derzeit rapide wachsende Segregation in der schwedischen Gesellschaft brechen, so die Einwanderungsministerin. Vor allem in den Trabantensiedlungen am Rande der Groβstädte leben viele Einwanderer isoliert, ohne ausreichende Sprachkenntnisse und ohne nennenswerten Kontakt zur schwedischen Gesellschaft. Und Arbeit sei das A und O, betont Nyamko Sabuni; die Forderung, aktiv Arbeit zu suchen, statt passiv auf Hilfe durch den Staat zu vertrauen, stelle die bürgerliche Regierung schlieβlich an die Bürger in sämtlichen Lebensbereichen.

“Diese Linie gilt bei der Arbeitslosenversicherung, in der Krankenversicherung – und wir wollen, dass sie auch in Sachen Einwanderung angewandt wird. Damit legen wir jemandem, der hierher kommt, gleich ans Herz: Wo gibt es Arbeit, wo lasse ich mich dementsprechend nieder. Heute ist es oft so: Die Angehörigen ziehen dorthin, nicht wo Arbeit ist, sondern wo schon andere Verwandte wohnen. Damit wird die gesellschaftliche Isolierung immer aufs Neue reproduziert.“

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