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Kampfansage an Motorrad-Banden

Publicerat fredag 23 november 2007 kl 09.18

Schwedens Regierung will die organisierte Kriminalität wirksamer bekämpfen. Polizei und Justizbehörden sollen dazu künftig enger zusammenarbeiten. Eine Verbrechens-Variante macht den Ermittlern besonders zu schaffen: die gesetzwidrigen Aktivitäten von Motorrad-Banden.

Die romantisch klingenden Namen schwedischer Motorrad-Klubs wie „Bandidos“ und „Hell’s Angels“ wurden früher gern belächelt. Inzwischen aber gefriert den Schweden das Lächeln auf den Lippen, denn immer öfter mischt sich in das Knattern der „Easy Rider“-Chopper das Knallen von Schüssen, die auch töten. Drogenhändler, Zuhälter und Erpresser kommen allzu oft aus den Reihen der Motorrad-Klubs. Selbst vor Bomben-Attentaten und Brandanschlägen gegen Ermittlungsbeamte schrecken die rollenden Banden nicht zurück. Die Mafia auf Rädern ist der schwedischen Polizei schon lange ein Dorn im Auge.

Nun will der Staat zum Gegenschlag ausholen. Dass die Zeit dafür gekommen ist, wird deutlich, wenn man weiß, dass bisher landesweit nur eine Handvoll Beamter an Ermittlungen gegen die Motorrad-Banden arbeitet. Die erhoffte Zusammenarbeit zwischen Ordnungspolizei und Kriminalbeamten kommt schon auf Grund des herrschenden Personalmangels nur selten zustande.   

Therese Mattson ist Chefin der schwedischen Kriminalpolizei. Sie kennt die Sorgen ihrer Mitarbeiter, die sich bei ihren Ermittlungen gegen die immer dreister agierenden Motorrad-Banden allein gelassen fühlen.

„Es ist beunruhigend, dass sie das Gefühl haben, nicht genügend Unterstützung zu bekommen. Das müssen wir verbessern. Der Bedarf an Geldern innerhalb des Reichskriminalamtes steigt. Wir müssen prüfen, ob mehr Mittel gebraucht werden.“

Justizministerin Beatrice Ask möchte auch, dass mehr gegen das organisierte Verbrechen getan wird. Sie hat deshalb ein gemeinsames Vorgehen von Polizei und verschiedenen Behörden angekündigt. Aber bei der Frage nach der Finanzierung winkt sie ab:

„Ich weiß, dass es wichtig ist, Geldmittel zur Verfügung zu haben, aber ich bin auch sehr darauf bedacht, dass wir effektiv arbeiten. Hier geht es nicht um Haushaltsverhandlungen, sondern darum, wie wir besser zusammenarbeiten können und welche Maßnahmen nötig sind, um die Bekämpfung der Schwerkriminalität zu verbessern.“

Therese Mattson sagt, wie solche Maßnahmen aussehen sollten:

„Wir könnten viel besser arbeiten, wenn wir genügend Personal zur Unterstützung der örtlichen Kräfte hätten. Wir müssen mehr mobile Fahnder und Ermittler zur Bekämpfung der organisierten Schwerkriminalität einsetzen.“

Ausdrücklich begrüßte die Chefin der Kriminalpolizei die jetzt beschlossene Bildung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe verschiedener Behörden zum gezielten  Kampf gegen die Schwerkriminalität:

„Das hat sehr große Bedeutung, die gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Denn die Polizei kann nicht allein gegen das organisierte Verbrechen vorgehen. Wir müssen dazu auf breiter Front zusammenarbeiten.“

„Bandidos“ und „Hell’s Angels“ fahren gern in ärmellosen Lederwesten umher, um mit ihren furchterregenden Tätowierungen zu prahlen.

Vielleicht müssen sie sich nun bald etwas wärmer anziehen.    

Klaus Heilbronner 

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