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Poker auf hohem Niveau

Publicerat måndag 26 november 2007 kl 16.04
Populär: Online-Poker

Wer hoch pokert, kann tief fallen – diese Erfahrung machen jetzt die Eigner einer früheren Homepage, die zum Pokerspiel per Internet eingeladen hatten. Ihr illegales Wirken kommt ihnen teuer zu stehen: Insgesamt 40 Millionen Kronen, umgerechnet an die 4,4 Millionen Euro, müssen sie laut Beschluss der Steuerbehörde an den Staat zahlen. Noch nie zuvor ist illegales Spiel im Internet in Schweden so streng geahndet worden.

Als vor wenigen Jahren Online-Poker zum neuen Mega-Hit aufstieg, sahen die findigen Unternehmer ihre Chance gekommen. Von Skara aus, einem kleinen Städtchen in Südwestschweden, lancierten sie heimlich, still und leise ihre Homepage, die sich alsbald als enormer Erfolg erweisen sollte: „Multipoker“, so der Name der Site, stieg in im Verlauf weniger Monate in den Olymp der Branche auf. Die Eigner schalteten Annoncen in den begehrtesten Doku-Soaps des Privatfernsehens und lieβen sich auf Festen mit den Promis der A-Riege ablichten.

Freilich gaben sie sich nur als einfache Angestellte. Ohne Genehmigung mit Spiel Geld zu verdienen, ist in Schweden schlieβlich verboten. Daher befand sich der offizielle Firmensitz denn auch in gebührendem Abstand vom schwedischen Fiskus – auf den britischen Jungferninseln in der Karibik. Doch bei dem dort registrierten Unternehmen handelte es sich um nichts anderes als um eine Briefkastenfirma, sagt Knut Edhborg, Revisor bei der Steuerbehörde.

“In unseren Untersuchungen haben wir festgestellt, dass sich die Unternehmensführung hier in Schweden befindet und das die gesamte Tätigkeit hier in Schweden betrieben wird.“

Schluss mit lustig also für die vermeintlich so cleveren Unternehmer. Sie hatten geglaubt, die Einnahmen aus der erfolgreichen Internet-Seite und den Erlös aus dem Verkauf der Seite vor zwei Jahren über ein Schweizer Nummernkonto an der Steuer vorbei in die eigenen Taschen leiten zu können. Nun also müssen sie stattdessen tief in die Taschen greifen: Auf insgesamt knapp viereinhalb Millionen Euro belaufen sich die Nachzahlungen über Steuern und Arbeitgeberabgaben, die die Steuerbehörde in Rechnung stellt.

Unterdessen verdienen ausländische Spielunternehmen mit Online-Poker in Schweden weiterhin gutes Geld, heiβt es bei der Staatlichen Lotterieinspektion.
Und das allerletzte Wort in Sachen Multipoker ist noch nicht gesprochen, betont Johan Rydstedt: Die Firmengründer lassen nämlich nicht von ihrer Behauptung ab, das Unternehmen sei sehr wohl und nicht nur zum Schein auf den Jungferninseln ansässig gewesen.

“Und einem Unternehmen, das seinen Firmensitz im Ausland hat, ist es nun mal schwieriger, Geld einzutreiben. Und in diesem speziellen Fall kommt noch hinzu, dass wir mit den Jungferninseln kein Steuerabkommen haben.“
Fortsetzung folgt also, möglicherweise.

Anne Rentzsch

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