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Mehr Gewalttaten, weniger Anzeigen

Published tisdag 27 november 2007 kl 14.04

Nimmt die Gewalt in der Gesellschaft zu oder nimmt sie ab? Darüber existieren zum Teil widersprüchliche Angaben. Sicher ist nur: Die Zahl der angezeigten Gewalttaten scheint zumindest in manchen Landesteilen zurückzugehen. Das liegt vor allem daran, dass die Opfer Angst haben, zur Polizei zu gehen.

Die Notaufnahme des Stockholmer Klinikums „Södersjukhuset“ sollte man an Wochenenden tunlichst nicht aufsuchen. Denn freitag- und samstagabends herrscht hier Hochbetrieb. In erster Linie müssen sich Ärzte und Krankenschwestern jungen Männern annehmen, die in irgendeine Art von gewalttätiger Auseinandersetzung geraten sind.

Doch die wenigsten Patienten erwägen, Anzeige zu erstatten, wie Pflegeleiter Sören Carlsson-Sanz bestätigt: “61 Prozent unserer Patienten wollen nicht zur Polizei gehen. Sie erwarten einfach nicht, dass ihr Fall schnell behandelt wird. Schließlich hat die Polizei bekanntermaβen zu geringe Ressourcen. Andere Patienten wollen nicht zugeben, dass sie zum Beispiel von einer Gruppe 15Jähriger überfallen wurden. Das ist ihnen peinlich.”

Angst vor dem Täter 

Zudem steigt die Angst vor Repressalien durch die Täter. Während heute also sechs von zehn Opfern nicht zur Polizei gehen wollen, waren es im Jahr 2000 nur vier von zehn. Einige Studien sprechen bereits von Straβengang-ähnlichen Verhältnissen, die sich in Schwedens Groβstädten ausbreiten.

So erklärt sich denn auch, warum nicht jeder Patient, der die Notaufnahme des „Södersjukhuset“ aufsucht, ein unschuldiges Opfer sein muss, sagt Pflegechef Carlsson-Sanz: “Oft handelt es sich um Patienten, die einfach nur einen Kampf verloren haben. Das merken wir dann an dem ernormen Waffenarsenal, das wir hier in der Akutaufnahme sicherstellen – Messer, Hammer usw.”

Verrohung der Jugend 

Die Debatte über eine mögliche Verrohung der jungen Generation ist in Schweden schon seit längerem im Gange. Gleichzeitig sinkt das allgemeine Vertrauen in die Ermittlungsbehörden. Bislang stehen aber sämtliche politischen Kräfte dem wachsenden Problem rat- und tatlos gegenüber.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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