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Dunkelheit als Gemütlichkeitsfaktor

Publicerat tisdag 27 november 2007 kl 15.49

Da ist es nur kalt und dunkel! Hört man oft die Menschen des Kontinents über den Winter in Lappland sagen. Das stimmt nur bedingt, gewiss kann es im Winter richtig kalt werden, und dunkel wird es auch zeitig am Tag. Doch die Menschen am Polarkreis versinken nicht in Dunkelheit und Depression, wenn der Winter kommt. Die Bewohner der polaren Klimazone haben sich an die Auswirkungen des Sonnenstandes im Winter gewöhnt und sich dem angepasst.

”Das ist hier ist ein Spark, ein Schlitten, mit dem wir auf den Eiswegen fahren.” Stefan Forsberg zeigt eine ausgefallene Stearinkreation. ”Da drauf ist ein Schneeball als Kerze.”

Stefan und Agneta Forsberg haben eine kleine Kerzenmanufaktur in Boden, hundert Kilometer südlich des Polarkreises. Sie ziehen Stearinkerzen von Hand und haben gerade dieser Tage viel zu tun.

”Hochsaison ist im November/Dezember, wenn die Dunkelheit kommt. Und dann natürlich vor Weihnachten. Dann sind auch unsere Adventskerzen sehr gefragt oder die Pfefferkuchen-Kerzen”, sagt Stefan Forsberg.

Profitieren von der dunklen Zeit

Die beiden Unternehmen profitieren von der dunklen Zeit - die Umsätze steigen. Und persönlich, so versichert Agneta Forsberg, sieht sie auch keine Nachteile in der Dunkelheit: ”Wenn ich nach Hause komme, zünde ich viele Lichter an. Dann essen wir in Ruhe, das ist Balsam für die Seele. Und morgens zum Frühstücken ist es ja auch dunkel, dann machen wir wieder viele Kerzen an und lesen Zeitung, dann gehts zur Arbeit.”

Als Inhaber einer Kerzenmanufaktur muss man vielleicht die Dunkelheit propagieren. Aber der Otto-Normal-Medelsvensson muss es doch irgendwie nervig finden, wenn es zwei Uhr am Nachmittag stockfinster ist?

”Das ist doch gemütlich mit der Dunkelheit. Man zündet viele Lichter an”, sagt Hjördis Johansson und Daniel Flodin wiegelt ab.

”Es ist jedes Jahr dunkel, man macht Lichter an und ausserdem leuchtet doch der Schnee!”

Pragmatismus

Die Dunkelheit als Gemütlichkeitsfaktor. Das Unausweichliche pragmatisch sehen und ins Positive kehren. Darin sind die Menschen der polaren Klimazone Meister.

Schlägt die Dunkelheit aufs Gemüt? So was können nur Kontinentaleuropäer und Südschweden fragen. Immerhin ist eine Idee aus Südschweden nun in den Norden gekommen: In der Provinzhauptstadt Luleå gibt es seit letztem Jahr das einzige Lichtcafe der nördlichsten Provinz.

Die Sportbewegung Korpen betreibt das Cafe ab Oktober. Wer gerade aus der Dunkelheit kommt, hat zunächst Schwierigkeiten mit der kräftigen Helligkeit aus den fünf Lampen. 3.500 Lux strahlen sie aus, eine Küchenlampe hat nur 125 Lux. In der Hauptstadt Stockholm sind solche Cafes seit längerem trendy, dabei ist es dort sogar länger hell.

Gibt es keinen Bedarf an solchem Licht in der Dunkelheit? Anneli Vinsa vom Lichtcafe: ”Es gibt ja seit langem die Lichttherapie, und die wurde bei Kranken eingesetzt. Das hatte ein gewisses Stigma. Wer das braucht, ist nicht gesund. Aber so langsam hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass Licht auch für gesunde Menschen gut ist, die nur müde sind wegen der Dunkelheit.”

Denn, und das können nicht die härtesten Anhänger der Dunkelheit bestreiten: sie macht nun mal müde. Der Körper wird auf Winterschlaf programmiert, doch kaum jemand kann sich nachmittags um zwei zur Nachtruhe betten. Doch die Menschen am Polarkreis haben auch dafür ein einfaches Rezept. Der Schriftsteller Mikael Niemi aus Pajala ist auch mit den dunklen Wintern und hellen Sommern aufgewachsen. Er empfiehlt: ”Man muss in Bewegung bleiben. Wenn man sich nicht bewegt oder trainiert, verstärkt das nur die Müdigkeit. Wenn ich den Körper in Bewegung habe, das hält auch den Kopf wach.”

Und schliesslich kommt nach der Dunkelheit wieder die Helligkeit. Daran wird sich auch die nächste Zeit nichts

Katja Güth

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