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Alkohol-Wegfahrsperre für Alkoholiker gefordert

Publicerat onsdag 28 november 2007 kl 11.03

Wer ein Alkoholproblem hat, soll künftig den Führerschein entzogen bekommen – unabhängig davon, ob man im Straβenverkehr auffällig geworden ist oder nicht. Mit diesem Vorschlag will die Straβenverkehrsbehörde die Zahl der Unfälle deutlich senken. Und die Behörde geht sogar einen Schritt weiter: Auch andere Krankheiten wie Demenz oder Schlaganfall sollen künftig fast automatisch den Führerscheinentzug zur Folge haben. Die zuständige Ministerin gibt sich abwartend.

Laut schwedischem Recht ist ein Arzt verpflichtet, die Fahruntüchtigkeit seines Patienten den Behörden zu melden. Im vergangenen Jahr geschah dies 2.000-mal. Viel zu wenig, meint Lars Englund, Chefmediziner bei der Straβenverkehrsbehörde. Seiner Ansicht nach müsste die Zahl der Fahruntüchtigen mindestens zehnmal so hoch sein: „Nehmen wir allein die gängige Krankheiten Demenz: 25.000 Personen erkranken jedes Jahr in Schweden. Vermutlich sollte der gröβte Teil davon nicht mehr Auto fahren dürfen.“

Besonders betroffen wäre die Gruppe der 1,2 Millionen Autofahrer, die älter als 64 Jahre sind. Hier werden die meisten Demenzkranken oder Schlaganfallpatienten registriert. Geht es nach der Straβenverkehrsbehörde, dann hätte ein Groβteil dieser Altersgruppe die längste Zeit am Steuer gesessen. Auch Alkoholiker wären von der strengen Neuregelung betroffen – selbst wenn sie noch nicht fahrauffällig geworden sind.

Die Nullvision erreichen

Bislang aber wollten die wenigsten Ärzte trotz bestehender Meldepflicht ihre Patienten als fahruntüchtig anmelden, vermutet Chefarzt Lars Englund: „Man will in erster Linie nett zu seinen Patienten sein. Die meisten Ärzte sagen zwar, dass etwas unternommen werden muss, doch keiner will es selbst tun.“

Die zuständige Infrastrukturministerin Åsa Torstensson von der Zentrumspartei will sich bislang nicht inhaltlich zum Vorstoβ der Straβenverkehrsbehörde äuβern. Nur soviel: die Angelegenheit habe hohe Priorität, lieβ die Ministerin wissen. Schon jetzt dürfen zum Beispiel Alkoholiker, die einen Unfall verschuldet haben, nur noch Fahrzeuge mit Alkohol-Wegfahrsperre steuern. Denn es ist vor allem ein Ziel, das Schweden seit Jahren verfolgt: die Nullvision, also die Zahl der Verkehrstoten auf null zu reduzieren. Mit neuen Restriktionen für kranke Führerscheininhaber könnte man diesem Ziel ein Stück näher kommen.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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