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Gewalt an Schulen nimmt zu

Publicerat torsdag 29 november 2007 kl 16.49
Die Gustaf Adolf- Schule in Landskrona

Auch Schwedens Schulen werden immer mehr zu Schauplätzen der Gewalt. Berichte des Lehrerverbandes wie auch des Amtes für Arbeitsumwelt belegen das mit aller Deutlichkeit. Und die Schulen wehren sich: Vor allem die Gymnasien zeigen mehr Konsequenz gegenüber jenen, die ihren Mitschülern und Lehrern das Leben schwer machen. Doch den tiefer liegenden Problemen werden sie damit nicht Herr.

Spätestens als zu Beginn dieses Jahres die Gustaf-Adolf- Schule in Landskrona wegen eskalierender Gewalt geschlossen werden musste, wurde klar: Quälereien, Mobbing, psychische und physische Misshandlungen haben an Schwedens Schulen ein Ausmaβ erreicht, das Handeln nötig macht. In den vergangenen Jahren war man den gewalttätigen Jugendlichen oft mit Hilflosigkeit begegnet. Inzwischen ist der Ton bei Lehrern und Rektoren härter geworden – gewiss nicht zuletzt unter dem Eindruck der offiziell von der bürgerlichen Regierung verkündeten „neuen, harten Linie“ in der Schule.

In der vergangenen Woche erst wurde ein Schüler in Falkenberg für drei Halbjahre vom Unterricht suspendiert. Der anderthalbjährige Schulverweis ist die härteste Strafe, die ein Gymnasium gegen einen Schüler verhängen kann. Früher sei diese Maβnahme nur im Notfall verwendet worden, heute erfreue sie sich wachsender Beliebtheit, sagt Ingegärd Hilborn, Chefjuristin des Schulamtes. „Die Beschlüsse, die mir zur Kenntnis kommen, zeigen diese Tendenz deutlich. Und natürlich spiegelt dies die Situation der Gesellschaft insgesamt wider. Die Gewalt in der Gesellschaft hat zugenommen, und sie breitet sich auch in den Schulen immer weiter aus.“

Aufgrund der bestehenden Schulpflicht können Kinder vom Besuch der Grundschule nicht ausgeschlossen werden. Ab der Gymnasialstufe steht diese Entscheidung der entsprechenden Schule und Gemeinde frei. Der jetzt suspendierte Schüler hatte unter anderem Mitschüler misshandelt. Die Vorsitzende des Kinder- und Jugendausschusses in Falkenberg, Kerstin Angel, meint: „Es war uns wichtig, ein deutliches Zeichen zu setzen, klar zu machen, dass wir die Situation nicht akzeptieren.“

Gewiss sei es erstens rechtlich zulässig und zweitens bisweilen nötig, einem Schüler auf diese drastische Weise die rote Karte zu zeigen, sagt Ingegärd Hilborn vom Schulamt. Dennoch erhebt sie einen warnenden Zeigefinger: „Schlieβlich handelt es sich um einen enormen Eingriff. Der Schüler hat sich dieses Gymnasium ausgesucht, er ist angenommen worden und hat damit gerechnet, hier drei Jahre lang zu lernen. Wenn er zurückkommt, haben seine Klassenkameraden die Schule vielleicht schon beendet.“ Einer Suspendierung müssten in jedem Fall gründliche Überlegungen vorausgehen.
Anne Rentzsch

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