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Mit breiter Brust zum Klimagipfel

Publicerat måndag 3 december 2007 kl 10.19

Auf der heute beginnenden Weltklimakonferenz auf der indonesischen Insel Bali will Schweden sich stark machen, für strenge Vorgaben weltweit. Viel wird davon abhängen, ob es überhaupt zu einer Einigung kommt. Gleichzeitig verstärken sich die Signale von schwedischer Seite, dass man selbst genug getan hat und dass jetzt andere am Zug sind.

Europa will Druck machen auf der Weltklimakonferenz auf Bali und Schweden will diesen Druck aufs Beste unterstützen. Die Konferenz soll den Weg ebnen für verbindliche Zusagen aller Länder, die Emissionen von Treibhausgasen zu senken. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Die USA wollen lieber auf freiwillige Maßnahmen setzen als auf verbindliche Zusagen und auch Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien müssen erst noch  überzeugt werden.

Doch ein Scheitern der Konferenz wäre verheerend, meint Schwedens Umweltminister Andreas Carlgren: „Das würde ja alle Hoffnungen zunichte machen. Das ist inakzeptabel. Die Welt hat ein Recht auf erfolgreiche Verhandlungen, die dann in einer politischen Übereinkunft in Kopenhagen im Jahr 2009 münden.“

Wichtige Aufgabe

Der Gipfel auf Bali soll also die Weichen für ein neues Abkommen in der dänischen Hauptstadt stellen. Es soll das im Jahr 2012 auslaufende Kyoto-Abkommen ersetzen. Die EU ist auf Bali eine der treibenden Kräfte und wird dies auch in zwei Jahren in Kopenhagen sein - mit Schweden an der Spitze, denn die Stockholmer Regierung hat dann die Ratspräsidentschaft der EU inne. Der schwedische Chefunterhändler auf Bali, Anders Turesson, ist sich der Größe der Aufgabe bewusst: „Schweden wird also die EU in den abschließenden Weltklima-Verhandlungen führen. Eine größere Verantwortung kann man sich kaum vorstellen.“

Für einen erfolgreichen Abschluss in Kopenhagen im Jahr 2009 brauchen Schweden und die EU einen erfolgreichen Klimagipfel jetzt auf Bali.

Innerhalb der Europäischen Union läuft zurzeit ein Prozess, wie der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert werden kann. Die EU-Kommission soll bis zu Beginn des kommenden Jahres konkrete Anforderungen an die jeweiligen Mitgliedsländer richten. Schweden, das mit einem Anteil von 40 Prozent von erneuerbaren Energien bereits sehr gut da steht, soll diesen Anteil auf 55 Prozent ausbauen. Das würde bedeuten, dass rund 90 TWH durch erneuerbare Energien produziert werden müssten. Heute werden in Schweden rund 70 TWH durch Wasserkraft erzeugt – 72 durch Kernkraft.

Forderungen abgelehnt

Doch gegen einen derart starken Ausbau erneuerbarer Energie wehrt sich Wirtschaftsministerin Maud Olofsson: „90 TWH sind sehr sehr viel. Schweden darf doch nicht dafür bestraft werden, dass wir weit vorne liegen. Jetzt müssen die anderen Länder in die Pflicht genommen werden.“

Olofsson wird dabei von Umweltminister Carlgren unterstützt. Das von Wasserkraft gesegnete Schweden ist neben Deutschland und Frankreich eines der wenigen Länder, das die Vorgaben des Kyoto-Protokolls bereits erfüllt. Es wird innerhalb der EU also zu harten Verhandlungen kommen, wie die ehrgeizigen Klimaziele der gesamten EU erfüllt werden können.

Gleichzeitig will Schweden jedoch auch mit gutem Beispiel voran gehen. So plant Wirtschaftsministerin Olofsson jetzt, dass die staatlichen Unternehmen in ihrer Jahresbilanz auch die Nachhaltigkeit ihrer Geschäfte darlegen müssen. Davon betroffen wäre dann auch der staatliche Energieriese Vattenfall mit seinem Braunkohlekraftwerken in Deutschland.

Dieter Weiand

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