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Jungendliche Kriminelle mit ihren Taten konfrontieren

Publicerat tisdag 4 december 2007 kl 10.52

Gewalt durch Jugendliche gehört mittlerweile zum Erscheinungsbild auf den Strassen der schwedischen Großtädte. In den letzten Wochen und Monaten wurde die Gesellschaft durch mehrere Gewalttaten erschüttert. Jugendliche wurden von anderen Jugendlichen wegen Nichtigkeiten totgeschlagen oder mit dem Auto überfahren. Jetzt zeigt eine Studie auf, dass bereits bei den kleinen Vorkommnissen von Anfang an Überzeugungsarbeit geleistet werden muss. Werden Jugendliche intensiv mit ihren Missetaten konfrontiert, so verringert sich das Rückfallrisiko deutlich.

Das Rezept heißt „medling“ auf Schwedisch, was man ungefähr mit Vermittlung übersetzen kann. Ertappte jugendliche Straftäter werden nicht nur verurteilt, sondern auch mit den Konsequenzen ihres Handelns konfrontiert.

So wie beispielsweise der 17jährige Simon, der eine Bushaltestelle vandalisiert hat. Neben einer Jugendstrafe musste er sich mit einem Repräsentanten des öffentlichen Nahverkehrs am Tatort treffen. Das war zunächst sehr peinlich, gesteht Simon ein, zugleich brachte es aber auch Erleichterung: „Ich konnte dabei auch zeigen, dass ich eine andere Person bin, nicht nur einer, der eine Bushaltestelle kaputtgeschlagen hat.“

Bei Jugendlichen, die eine solche Chance der Vermittlung erhalten, ist das Rückfallrisiko um die Hälfte geringer, belegt jetzt eine Studie des Soziologen Staffan Sehlin an der Universität im nordschwedischen Umeå. Eine wichtige Ursache dafür sei die Scham, so Sehlin. „Das Schämen führt dazu, dass die Jugendlichen keine Straftaten mehr begehen“, bestätigt Sehlin.

Vom 1. Januar an müssen alle Gemeinden in Schweden Jugendlichen unter 21 Jahren, die eine Straftat begangen haben, eine solche Vermittlung anbieten. Die Täter sollen dabei begreifen, welchen Schaden sie angerichtet haben. Internationale Studien haben bisher belegt, dass solche Maßnahmen vor allem bei Gewaltverbrechen effektiv sind.

Auch bei geringen Vergehen

Staffan Sehlin ist jedoch der Meinung, dass auch bei einem geringen Vergehen eine Vermittlung Sinn machen kann: „Viele Vergehen von Jugendlichen sind ja kleinere Verbrechen. Die Studie zeigt, dass die Entwicklung häufig mit kleinen Delikten beginnt und dann zu gröberen Verstößen übergeht. Deshalb ist es effektiv, wenn man die kriminelle Karriere in einem frühen Stadium unterbricht.“

Die letzten Fälle, die große Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben, fallen jedoch teilweise aus diesem Muster. Der 16jährige Junge wurde von  fünf Gleichaltrigen tot geprügelt. Von den Tätern war laut Medienberichten lediglich einer zuvor auffällig geworden.

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