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Hans Blix begrüßt Iran-Bericht

Publicerat onsdag 5 december 2007 kl 12.48

„Iran war gefährlich, ist gefährlich und wird gefährlich sein“. Dieser Kommentar von US-Präsident Bush zu neuen Berichten seiner eigenen Geheimdienste hat Aufsehen erregt. Obwohl die amerikanischen Geheimerkenntnisse besagen, dass der Iran bereits 2003 sein Atomwaffenprogramm eingestellt hat, hält Bush an seiner harten Linie fest. Hans Blix, schwedischer Ex-Diplomet und langjähriger Leiter der UN-Waffeninspektionen begrüßt die neuen amerikanischen Einsichten, wenn auch mit kritischem Blick.

„Es hat etwas bizarres, erst hartnäckig zu behaupten, dass Iran an einer neuen Kernwaffe arbeitet, die jeden Augenblick fertig sein kann, und dann plötzlich in einem Bericht von 16 verschiedenen Geheimdienststellen zu dem Schluss zu kommen, dass die Kernwaffenproduktion im Iran bereits 2003 aufhörte. Das ist nicht besonders Vertrauen erweckend, es wirkt, einfach ausgedrückt,  ein bisschen „hoppla““.

Der Grund für den plötzlichen Umschwung, so glaubt Blix, ist die politische Diskussionslage in den Vereinigten Staaten. Präsident Bush sieht im Iran nach wie vor die Wiege des Bösen, militärische Operationen will er sich offenhalten. Hans Blix, der zu seiner Zeit als oberster Waffenjäger im Auftrag der UN wiederholt mit der US-Administration auf Kollisionskurs kam, weil er beispielsweise die Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak anzweifelte, glaubt, dass die Geheimdienste in letzter Sekunde einen Rückzieher machen wollen.

„Man kann sich vorstellen, dass die Geheimdienstler sich in der Vergangenheit die Finger verbrannt haben. Sie haben heftige Kritik für Übertreibungen geerntet, und jetzt wollen sie nicht dafür verantwortlich gemacht werden, dass übertriebene Berichte einer drastischen amerikanischen Politik gegen Iran zugrunde gelegt werden.“

Womöglich ist die eigene Ehre jedoch das einzige, was noch zu retten ist. Denn Präsident Bush geht über die neue Faktenlage hinweg und will sich „alle Optionen weiterhin offen halten“, eventuell gegen Iran einzugreifen. Hans Blix glaubt allerdings, dass der Bericht trotz harter Bush-Rhetorik, das militärische Risiko gemindert hat.

„Das Risiko, dass die Amerikaner Iran mit Marschflugkörpern angreifen, hat abgenommen. Einen Angriff mit Bodentruppen hatte ja sowieso wohl niemand erwartet. Der Fokus liegt jetzt auf der diplomatischen Seite, das ist noch deutlicher geworden“, so Hans Blix.

Luise Steinberger

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