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Simbabwe: Hetzkampagne gegen Schweden

Publicerat onsdag 5 december 2007 kl 12.51
Botschafter Sten Rylander

In einer beispiellosen Hetzkampagne diskreditieren die staatsgesteuerten Medien in Simbabwe den schwedischen Botschafter. Die Vorwürfe richten sich gegen Aussagen des Diplomaten über Menschenrechtsverletzungen in dem krisengeschüttelten afrikanischen Land. Vor dem kommenden EU-Afrika-Gipfel in Lissabon verschärft sich damit noch einmal der Ton zwischen Simbabwe und Europa.

Sten Rylander trägt einen Wikingerhelm auf dem Kopf und schwingt dabei sein anti-simbabwisches Schwert – so karikiert die regierungstreue Zeitung „The Herald“ Schwedens Botschafter in Simbabwes Hauptstadt Harare. Grund für diese und ähnliche Ausfälle simbabwischer Medien sind Rylanders Aussagen im Sommer, wonach die Bevölkerung immer mehr unter dem Regime von Staatschef Robert Mugabe zu leiden habe. Rylander selbst nimmt die Anfeindungen eher diplomatisch gelassen: „Das hier ist eine äuβerst negative Kampagne gegen Schweden und gegen mich persönlich. Es ist schon erstaunlich, dass dies in dieser Form geschieht.“

Der Inhalt der anti-schwedischen Karikaturen, Artikel und Kommentare in der Zeitung ist dabei stets derselbe: Schweden spiele einerseits den generösen Entwicklungshelfer, bleibe aber im tiefsten Innern ein barbarisches Land. „Belegt“ werden solche Anschuldigungen mit historisch zweifelhaften Bezügen auf Vandalen und Wikinger, wenngleich jene Völker eher weniger bis gar nichts mit dem modernen Schweden zu tun haben. Ziel Schwedens und Rylanders sei, schlussfolgert „The Herald“, Simbabwes Ruf vor dem EU-Afrika-Gipfel in Lissabon zu beschädigen. Der Botschafter selbst weist diese Anschuldigungen entschieden zurück: „Ich erkenne mich und mein Handeln in diesen Bildern überhaupt nicht wieder. Ich betreibe keine persönliche Politik, sondern bin nicht mehr und nicht weniger als der Repräsentant der schwedischen Regierung.“

Kein Boykott 

Und die, also namentlich Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt, hat bereits erklärt, dass sie zum Gipfel in Lissabon anreisen werde – obwohl Simbabwes Machthaber Mugabe ebenfalls erscheinen wird. Von einem schwedischen Boykott kann also keine Rede sein; im Gegensatz zu Groβbritannien, dessen Regierungschef Gordon Brown seine Teilnahme mit Hinweis auf Mugabes Erscheinen abgesagt hat.

Schwedens Auβenministerin hat der Regierung in Simbabwe formell Kritik an der Darstellung seines Botschafters in den dortigen Medien geübt. Doch dies wird das Regime in Harare gewiss nicht besänftigen, mutmaβt Botschafter Rylander. Auch wenn diese starrköpfige Haltung kein einziges Problem für Simbabwe lösen werde: „Ich sage immer, Simbabwe braucht Freunde, nicht noch mehr Feinde. Das Land muss sich anstrengen, um so viele Freunde wie möglich zu bekommen.“

Doch von freundschaftlichen simbabwisch-schwedischen Verbindungen kann auf absehbare Zeit keine Rede sein.

Alexander Schmidt-Hirschfelder

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