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Gammelfleisch-Skandal erschüttert Kundenvertrauen

Publicerat fredag 7 december 2007 kl 15.02

Der Gammelfleisch-Skandal bei ICA dürfte das Vertrauen der Kunden in die renommierteste Lebensmittelkette Schwedens nachhaltig erschüttern. Wie das investigative Fernsehmagazin „Uppdrag Granskning” aufdeckte, etikettieren mindestens die vier größten Lebensmittelgeschäfte ICAs im Großraum Stockholm systematisch abgelaufenes Fleisch um und legen es als Frischware zurück in die Regale. Möglicherweise ist diese Kosten sparende Praxis aber noch viel verbreiteter als bisher angenommen.

Mittwochabend, beste Sendezeit im Schwedischen Fernsehen. Die meisten Schweden haben ihr Abendessen bereits hinter sich, doch wer Fleisch gegessen hat, dem dürfte etwas mulmig geworden sein. „Uppdrag Granskning”, etwa vergleichbar mit dem Magazin „Monitor”, deckt auf: Was in der Fleischtheke so appetitlich und frisch aussieht, ist in Wirklichkeit abgelaufene Kost, frisch ist lediglich die neue Plastikverpackung. Der Tipp kam vom ehemaligen ICA-Angestellten Daniel, er erinnert sich an die gängige Vorgehensweise, an der sich bis heute nichts geändert hat - das zeigen die Aufnahmen mit der versteckten Kamera.

„Hier steht ein Datum, und wir behaupten, dass dieses Fleisch oder Hack oder was auch immer an diesem Datum verpackt wurde und bis zu einem gewissen Verfallsdatum frisch ist. Aber das stimmt ja nicht, und da fragt man sich schon, ob das eigentlich erlaubt ist. Aber den Gedanke verdrängt man sofort wieder, denn wäre es verboten, würden wir das ja nicht so machen. Oder?”

Das Lebensmittelgesetz besagt eindeutig, dass das Umetikettieren von abgelaufenen Waren nicht erlaubt ist. In den vier ICA-Großmärkten aber gehört das fast schon zum Tagesgeschäft. Die Abteilungschefs selbst, auch das zeigt die versteckte Kamera, legen bei dieser Tätigkeit Hand an.

„Ich gucke nie auf das Datum, wenn ich hier einkaufe”, sagt die strahlende Kundin Laila Johansson. Und selbst wenn, würde es ihr wohl nicht viel nützen. Doch ihre gute Meinung von ICA ist repräsentativ. „Bei anderen Läden gucke ich schon nach dem Verfallsdatum. Aber hier? Da gucke ich noch nicht mal bei den Frischwaren nach.”

Kampf ums Kundenvertrauen

Ein Urvertrauen gegenüber einem Konzern, der es nicht verdient - so die Botschaft der Filmemacher. Nicht minder pikant die Enthüllungen über Umsatzsteigerungen und vor allem Gehälter der Ladenbesitzer zusammen mit der Frage: Zu welchem Preis das alles?

ICA-Chef Peder Larsson will von der systematischen Mauschelei über die Jahre hinweg nichts gewusst haben und gibt sich bestürzt. Die Routinen sollen künftig verbessert werden, die betroffenen Ladenbesitzer hat er bereits ermahnt. Den neun Millionen ICA-Kunden täglich will Larsson das Vertrauen zurückgeben.

„Ich bin davon überzeugt, dass der gewöhnliche ICA-Kaufmann verzweifelt wegen der Enthüllungen ist und jetzt alles dafür tun wird, um seinen Kunden zu zeigen: Ihr könnt mir vertrauen, wir sind ein Geschäft, das sich um die Lebensmittelsicherheit kümmert.”

Nur die Spitze des Eisbergs?

Ob es sich bei den untersuchten Großmärkten wirklich nur um schwarze Schafe handelt, ist allerdings längst nicht sicher. Der laxe Umgang mit dem Lebensmittelgesetz kann durchaus auch bei kleineren Geschäften Praxis sein. Gegen die vier ICA-Großmärkte jedenfalls haben die betroffenen Kommunen inzwischen Anzeige erhoben. Ein Ende des Skandals ist noch nicht abzusehen.

Liv Heidbüchel

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