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Umstrittener Polizeichef abgelöst

Publicerat fredag 7 december 2007 kl 16.01

Er wollte ein schwedisches FBI – jetzt musste er gehen. Das ist die Kurzform der bisher schwersten Krise innerhalb der schwedischen Polizei unter Führung von Stefan Strömberg.

„Es ist klar, dass das ernsthafte Kritik ist, die auch über längere Zeit vorgetragen worden ist.“

So kommentierte Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt die Turbulenzen um Stefan Strömberg, den höchsten Polizeichef des Landes. In seiner bekannt milden Art vermied Reinfeldt jede persönliche Stellungnahme. Es blieb Justizministerin Beatrice Ask überlassen nach einer Sondersitzung der Regierung folgende Entscheidung zu verkünden:

„Wir sind uns einig, dass für die künftigen Veränderungen der Polizei ein neuer Chef gebraucht wird. Bei diesen wichtigen Aufgaben geht es um einen Dialog innerhalb der Polizei, aber auch darum, dass sich mehr Mitarbeiter an den notwendigen Änderungen beteiligen.“

Strömberg wird auf Beschluss des Kabinetts zum Jahreswechsel den Posten des Generaldirektors in der Regierungskanzlei übernehmen. Bis zur Ernennung eines Nachfolgers amtiert einer der Abteilungsleiter in der Polizeiführung als Chef. Mit Strömbergs Entlassung kam Ask Forderungen von Spitzenvertretern der Polizei in fast allen Landesteilen und der Polizeigewerkschaft nach. Sie hatten ihm vorgeworfen, er sei mangels Sachkenntnis und Kompetenz nicht für den Chefposten geeignet.

Aber worum geht es eigentlich? Schwedens Polizei wird ihrer Aufgabe nicht im erwarteten Maße gerecht: Zu viele Gewaltverbrechen werden nicht aufgeklärt, und kleinere Vergehen werden gar nicht erst verfolgt. Das sehen alle Beteiligten so. Doch die Meinungen darüber, wie man es besser machen kann, gehen weit auseinander. Viele Kritiker meinen, das Problem sollte mit mehr Geld für die Polizei gelöst werden.

Strömberg, der noch unter der vorigen Regierung ernannt worden war, hatte ein anderes Konzept. Er wollte mit den vorhandenen Ressourcen eine zentrale Polizeibehörde schaffen, die nach Art des FBI oder des deutschen Bundeskriminalamtes Gewaltverbrecher landesweit aufspüren sollte. Das rief Widerstand der örtlichen Polizeichefs hervor, die ihre Befugnisse bedroht sahen.  

Auch die Justizministerin war gegen den Plan. Sie kündigte statt dessen Richtlinien für eine engere Zusammenarbeit von Polizei und Ermittlungsbehörden an.  

Strömberg selbst geriet dabei immer mehr in die Schusslinie. Er beschrieb die Lage aus seiner Sicht:

„Es ist ein großes Problem für die schwedische Polizei, dass wir trotz großer Anstrengungen keine ausreichenden Ergebnisse erzielt haben. Das Interessante daran ist, dass es nicht um Personen geht, sondern darum, wie wir es schaffen, in Schweden eine gut funktionierende Polizei zu bekommen.“

Klaus Heilbronner

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