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Rekrord-Schadenersatz für Mobbing

Publicerat tisdag 11 december 2007 kl 15.03

Die Behörden machen Ernst mit den Maßnahmen gegen Mobbing an Schulen. Eine Schule, die gemobbte Schüler nicht schützt, muss Strafe zahlen. Jetzt wurde mit umgerechnet über 9.000 Euro der höchste Schadenersatz an einen jahrelang schikanierten Schüler ausbezahlt.

Der Schüler der sechsten Klasse einer Malmöer Schule wurde von seinen Kameraden mit Klebeband an einen Pfosten und ein zweites Mal an einen Baum festgebunden. Einmal wurde er dabei gefilmt und der Film gelangte ins Internet. Gegen die jahrelange Quälerei durch Klassenkameraden hatte die Schulleitung nichts unternommen.

Der Schüler wendete sich schließlich an den Gemeindebeauftragten Lars Arrenius. Der hatte ursprünglich sogar über 15.000 Euro Schadenersatz gefordert: „Was die Höhe des Schadenersatzes angeht, finde ich, dass dieses Geld auf keinen Fall das Leiden des Kindes in der Schule wieder gut machen kann. Aber es ist eine Art Kompensation. Gleichzeitig soll die Höhe dazu führen, dass der Druck auf die Schulen erhöht wird, mehr gegen Mobbing zu unternehmen.“

In einem Vergleich einigte man sich auf 9.500 Euro Schadenersatz – der bisher höchste Betrag bei Mobbingfällen. Im September wurde eine Schule im Stockholmer Vorrot Tyresö zu umgerechnet 7.000 Euro verpflichtet.

Gesetzesänderung

Dies ist möglich seit einer Gesetzesänderung im April dieses Jahres. Mats Båth, verantwortlich für Bildung im Malmöer Stadtteil Limnhamn, geht die Änderung jedoch nicht weit genug: „Gut, es ist die höchste Strafe, die bisher ausgesprochen wurde, aber das macht es nicht besser. Ich finde, man müsste Mobbing im Strafrecht verankern.“

Schulen, die ihre Schüler nicht gegen Mobbing schützen, würden dann strafrechtlich verfolgt. Bisher gab es immer einen Vergleich zwischen den Schülern und den Schulen.

Gleichzeitig stellt die Behörde für Arbeitsumfeldfragen fest, dass die Gewalt an den Schulen stetig zunimmt. Dabei steigt nicht nur die Zahl der gemeldeten Fälle sondern auch die Schwere der Vergehen. Häufig werden die Misshandlungen auch gefilmt und im Internet veröffentlicht – wie im jetzt geahndeten Fall. 

Dieter Weiand

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