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Einwanderungsbehörde will Ausweisung von Vätern stoppen

Publicerat tisdag 11 december 2007 kl 17.25

Es klingt absurd: Asylbewerber, die vom Gesetz her ein Aufenthaltsrecht in Schweden haben, müssen das Land verlassen, um hier weiter wohnen zu dürfen. So will es schwedisches Recht. Jetzt ist es offenbar auch die Einwanderungsbehörde Leid, diese Menschen vor die Tür zu setzen.

Ryan Debian muss Schweden demnächst verlassen. Der Libanese ist vor fünf Jahren als Asylbewerber ins Land gekommen. Sein Antrag wurde jedoch abgelehnt. Bis hierhin klingt die Ausweisung noch logisch. Doch Ryan Debian ist auch Vater einer einjährigen Tochter. Die hat die schwedische Staatsbürgerschaft, wie auch seine Lebensgefährtin Malin Torstensson. Und als Vater eines schwedischen Kindes hat auch Ryan Debian das Recht, hier zu leben. Und genau das will er auch:

„Ich habe gute Gründe, hier in Schweden zu bleiben. Einmal bin ich schon so lange hier, außerdem herrscht Krieg in meinem Land, und ich habe hier auch eine Familie, und die ist für mich das Allerwichtigste.”

Aber weil Ryan Debians Asylantrag eben abgelehnt worden ist, gibt es für ihn bis jetzt nur einen Weg, um in Schweden bleiben zu können: Zurück in den Libanon und dann von dort aus einen Antrag auf Wiedereinreise stellen, im Zuge der Familienzusammenführung. Ein Verfahren, das zwar positiv verlaufen dürfte, das aber zeitaufwändig und umständlich ist.

Kein Einzelfall

Wie Ryan Debian geht es jedes Jahr bis zu 100 Menschen in Schweden. Die meisten von ihnen sind Männer, die während ihres Wartens auf einen Asylbescheid eine Familie gründen. Dass solche Familien wegen der geltenden Gesetze unnötig auseinander gerissen werden, das sieht auch Dan Eliasson als Chef der Einwanderungsbehörde so:

„Ich finde das nicht mehr zeitgemäß und unnötig formalistisch, dass man Eltern von ihren Kindern trennt und sie zwingt, für einen längeren Zeitraum in ihre Heimatländer zu fahren, nur damit sie dort eine Aufenthaltserlaubnis beantragen, auf die sie sowieso ein Recht haben.”

Eliassons Behörde sind jedoch die Hände gebunden. Sie muss sich an die geltenden Gesetze halten, auch wenn die Folgen absurd sind. Malin Torstensson, die Lebensgefährtin von Ryan Debian, hat hingegen genug von dieser schwedischen Paragraphenreiterei:

„Ich akzeptiere das nicht, dass er zurück in den Libanon muss und dort sein Leben riskiert, nur weil die Einwanderungsbehörde das so will. Und ich will auch nicht, dass er deshalb von seiner Tochter und von mir getrennt wird. Wir sind eine Familie, wir haben ein Kind, da muss er doch einfach bleiben dürfen.”

Warten auf die Regierung

Der jungen Familie hilft es momentan auch wenig, dass die Einwanderungsbehörde schon im Oktober bei der Regierung vorgesprochen hat, damit die die Regeln ändert. Denn dort hat man es offenbar nicht besonders eilig damit, aktiv zu werden. So bleibt Dan Eliasson und seinen Mitarbeitern derzeit nichts anderes übrig, als die schlimmsten Auswirkungen abzuwenden. Menschen können zum Beispiel in Schweden bleiben, wenn zu befürchten ist, dass mehr als sechs Monate auf eine Aufenthaltserlaubnis warten müssen. Ob Ryan Debian ein solcher Härtefall ist, bleibt abzuwarten.

Thomas Fenske

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