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Schulinspektoren sollen Schulen kontrollieren

Publicerat onsdag 12 december 2007 kl 13.55
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Nur die theoretischen Fächer werden zentral geprüft
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Die Schulen sind zu nachsichtig bei der Benotung, meint Schulminister Björklund

Tests und Noten an Schwedens Schulen sind nach wie vor ein heißes Eisen. So gibt es bislang nur in der 9. Klasse richtige Abschlussprüfungen. Vergleichbar mit dem Zentralabitur bekommen alle Schüler in Mathe, Schwedisch und Englisch denselben Test vorgelegt. Doch diese drei Fächer sind Schulminister Jan Björklund nicht genug. Außerdem will er auch die Lehrer besser kontrollieren lassen. Ein Vorschlag, der besonders unter den Lehrkräften auf Kritik stößt.

Eine Million zentrale Tests schon in wenigen Jahren. Das ist Schulminister Björklunds Ziel. Dann werden bereits die Drittklässler schriftlich nach ihren Kenntnissen in Mathe und Schwedisch befragt. Die Sechstklässler müssen leisten, was heute nur für die Neuntklässler gilt, sprich zentrale Tests in Mathe, Schwedisch und Englisch. Für die Neuntklässler will Björklund sogar Prüfungen in allen theoretischen Fächern einführen. Und auch die Lehrer müssen sich auf mehr Kontrollen einstellen. Jeder 10. korrigierte Test soll von einem Schulinspektor ein zweites Mal durchgesehen werden.

Sanaz Moumeni geht in die Abschlussklasse der Engelbrekt-Schule in der Stockholmer Innenstadt, die Pläne des Schulministers findet sie gut. „Man bekommt doch eine gerechtere Note, wenn mehr Menschen meine Leistung beurteilen.“

Strafen für gute Noten

Die staatlichen Schulinspektoren sollen auch darauf achten, dass die Noten der Zentralprüfungen nicht von der Gesamtnote des Schülers in dem Fach abweichen. Schulen, die zu großzügig mit guten Noten umgingen, müssen künftig sogar mit Strafzahlungen rechnen, kündigte Schulminister Björklund im Schwedischen Rundfunk an.

„Dass die Schulen so häufig gute Noten geben ist inflationär und vollkommen inakzeptabel. Vermutlich hängt das unter anderem mit dem stärkeren Wettbewerb der Schulen untereinander zusammen. Aber auch der Lehrplan spielt eine gewisse Rolle. Der ist möglicherweise schwammig, und das führt dazu, dass die Noten gar nicht landesweit vergleichbar sind. Die staatliche Schulaufsichtsbehörde und die Inspektoren sollen da Abhilfe schaffen.“

Geteiltes Echo unter Lehrkräften

Bei den Lehrern der Engelbrekt-Schule in Stockholm stoßen die angekündigten Kontrollen auf ein geteiltes Echo. Nach 45 Jahren im Beruf sieht Schwedisch-Lehrer Karl Sundén die Inspektionen als grundsätzliche Kritik am Lehrerberuf.

„Ich halte das für keine gute Idee und kann mir keinen Test denken, bei dem das angebracht wäre. Nimmt man zum Beispiel einen schwedischen Aufsatz, dann muss es doch Raum für einen Lehrer zur individuellen Benotung geben. Man kennt die Schüler seit Jahren und gerade beim Schreiben kommen viele verschiedene Faktoren zusammen. Dieses Gesamtbild hat ein Schulinspektor natürlich nicht, wenn er sich einen einzelnen Aufsatz ansieht.“

Sundéns Kollegin Inger Andersson-Berezán dagegen sieht als Deutsch- und Englischlehrerin durchaus auch Vorteile beim neuen Kontrollsystem.

„Es kann doch sehr gut sein, wenn jemand eine Arbeit durchsieht, der den Schüler nicht kennt. Damit vermeidet man, dass das Bild eines Schülers die Benotung beeinflusst.“

Liv Heidbüchel

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