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Unruhe auf Bali wegen fehlender Resultate

Publicerat torsdag 13 december 2007 kl 17.09
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Auch kurz vor dem Ende des Klimagipfels auf Bali sind konkrete Ergebnisse noch Mangelware
Andreas Carlgren.
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Andreas Carlgren.

32 Grad im Schatten und 80 Prozent Luftfeuchtigkeit sind für die Teilnehmer der UN-Klimakonferenz auf der indonesischen Insel Bali schon reichlich belastend. Doch die dicke Luft, die einen Tag vor dem Abschluss des Klimagipfels im Konferenzzentrum Nusa Dua herrschte, die störte noch mehr - nicht zuletzt auch die Schweden.

Bei seiner Ankunft am Mittwoch hatte Schwedens Umweltminister Andreas Carlgren noch optimistisch bei der Frage geklungen, ob handfeste Ergebnisse auf Bali erreichbar seien. Kaum einen Verhandlungstag später allerdings war auch Carlgrens Euphorie schon merklich abgekühlt. Denn Länder wie die USA oder Japan sperrten sich weiterhin dagegen, verbindliche Vorgaben für die Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen schon auf Bali zu unterschreiben.

„Natürlich hatten wir uns gewünscht, dass die Verhandlungen darüber schon hier und jetzt beginnen. Und eigentlich wollen wir auch noch mehr erreichen, als wir glauben, hier auf Bali erreichen zu können. Die Wissenschaft hat schließlich bewiesen, dass das notwenig ist. Aber entscheidend ist, dass wir Einigkeit bis zum Zieldatum 2009 erreichen”, sagte Andreas Carlgren. 

Dann soll das Nachfolge-Abkommen für das Kyoto-Protokoll stehen. In seiner Rede vor den versammelten Ministern und Regierungsvertretern betonte Carlgren nochmals, dass besonders die reichen Industrieländer Verantwortung übernehmen und den Ausstoß an Treibhausgasen vermindern müssten. Und dabei rückte Schwedens Umweltminister auch nicht von den 25 bis 40 Prozent Reduzierung ab, die bis 2020 erreicht sein sollen. Doch die unterschiedlichen Interessen der Teilnehmerländer stehen einer Einigung weiterhin im Wege. Yvo de Boer, Leiter des UN-Klimasekretariats, hatte bereits am Vormittag die Befürchtung geäußert, dass die Verhandlungen allzu schleppend vorangingen, um bis zum Ende der Konferenz am Freitag noch zu wirklich konkreten Resultaten zu führen.

Boykott-Drohungen gegen Washington

Am Mittag war es der Europäischen Union dann schließlich zuviel: Portugals Umweltminister Humberto Rosa als Sprachrohr der EU drohte den USA damit, dass die Union dem Umweltgipfel in Washington Anfang Januar fernbleiben werde, wenn sich auf Bali nichts bewege: 

„Wir unterstützen ein solches Treffen der größten Industrienationen, aber wenn der Gipfel auf Bali scheitert, macht ein solches Treffen auch keinen Sinn. Die USA und Präsident Bush behaupten, in Klimafragen engagiert zu sein, aber wir wollen wissen, was das bedeutet.“

Immerhin: Kurz vor dem Ende scheint doch noch Bewegung in die Verhandlungen von Bali zu kommen. Yvo de Boer konnte verkünden, dass sich die Teilnehmerländer über einen Transfer von klimafreundlicher Technologie von den reichen in die armen Länder geeinigt hätten.
Thomas Fenske

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