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Atomsicherheit

Sicherheitsanforderungen an Atommeiler machen Druck

Publicerat fredag 14 december 2007 kl 13.42
Einsamer Wächter vor Kernkraftwerk Forsmark

Nach den Terroranschlägen vom 11. September haben sich auch in Schweden die Bedrohungsszenarien geändert. Für die Betreiber der schwedischen Kernkraftwerke bedeutet das eine massive Erhöhung der Sicherheitsanforderungen durch die staatliche Kontrollbehörde SKI. Schließlich soll kein Unbefugter die Atomanlagen betreten können. Die SKI will, dass alle vier Kernkraftwerke zum Jahreswechsel die neuen Sicherheitsstandards erfüllen. Doch ob die Kraftwerksbetreiber ihren Verpflichtungen rechtzeitig nachkommen, ist zweifelhaft.

Das Vertrauen der Schweden in ihre Atomkraftwerke ist ungebrochen, gelten doch die hiesigen Meiler als sicher und mit allerneuester Technik ausgestattet. Berichte über Mängel geraten schnell in Vergessenheit, etwa dass das Personal eines Reaktors die Anweisungen für Notfälle offensichtlich nicht verstanden hat.

Wichtig ist aber vor allem der Schutz von außen, meint Stig Isaksson, Inspektor bei der staatlichen Kontrollbehörde SKI. „Es liegen zurzeit keine konkreten Drohungen gegen schwedische Atomkraftwerke vor und auch nicht in Schwedens näherer Umgebung, nicht, soweit uns bekannt ist.“

Trotzdem sollen die Atomkraftwerke kräftig in Sachen Sicherheit nachbessern. Keine unzulässigen Objekte sollen in die Anlagen gelangen oder von dort mitgenommen werden können. Überwachungssysteme müssen umgebaut oder ergänzt werden. Die Liste der von der SKI geforderten Maßnahmen ist lang. Zwei Jahre hatten die Betreiber Zeit.

Doch Inspektor Isaksson sieht schon jetzt, dass bis zum Jahreswechsel nicht alle Baustellen verschwinden. „Bei sämtlichen Kernkraftwerken handelt es sich um umfassende Projekte und vor allem komplexe Systeme, die installiert werden müssen. Wir zweifeln nicht an den ehrgeizigen Zielen, aber daran, dass wirklich alle rechtzeitig fertig werden.“

Wirkungsvoller Druck
Wer sich nicht an die zeitlichen Vorgaben hält, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Die sahen die Betreiber des Kraftwerks Ringhals schon an diesem Freitag auf sich zukommen. Vor zwei Monaten beanstandeten Inspektoren der SKI die Passierkarten mit Code-System bei Ringhals. Viel zu unsicher und dringend nachbesserungswürdig. Rund 50.000 Euro Strafe hätte es gekostet, wäre der neue biometrische Fingerabdrucksleser nicht fertig geworden.

Gösta Larsen, Sprecher von Ringhals, ist erleichtert: „Wir haben schon befürchtet, dass es mit dem neuen System zur Identitätskontrolle nicht so schnell klappt wie gefordert. Aber nun ist das Projekt abgeschlossen und wir haben ein so genanntes biometrisches System.“

Der finanzielle Druck von Seiten der SKI und die negative Publizität bei Nichteinhaltung scheinen sich also auszuzahlen, auch wenn es Nachzügler geben wird. Welche Auswirkung die Verzögerungstaktik mancher Kraftwerke auf die allgemeine Sicherheitslage hat, darauf hat selbst bei SKI niemand eine Antwort.

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