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Vorsichtiger Optimismus nach Klimagipfel

Publicerat måndag 17 december 2007 kl 12.44
Foto: Ed Wray/Scanpix
UN-Generalsekretär Ban ki Moon auf dem Weltklimagipfel

Das dramatische Ende der Weltklimakonferenz hat auch in Schweden für Gesprächsstoff gesorgt. Mit hohen Erwartungen und harten Forderungen im Gepäck war Umweltminister Andreas Carlgren nach Indonesien gereist. Jetzt gibt er sich mit dem Erreichten im Wesentlichen zufrieden, was anderen, angesichts der Tatsache, dass es zu keinen konkret formulierten Zielen gekommen ist, etwas schwerer fällt.

Schlechter als erhofft, aber ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. So lautet die schwedische Bilanz der Weltklimakonferenz auf Bali. Das Abschlussdokument war unter Tränen und Jubel zu Stande gekommen. Mehr war einfach nicht drin, aber damit könne man zufrieden sein, meint Umweltminister Andreas Carlgren: „Das war dramatisch und umjubelt und ein Durchbruch. Der Chef des Weltklimasekreteriates hat gesagt, dass wir die Berliner Mauer der Klimafrage eingerissen haben. Das ist so, weil alle Länder dabei sind, eben auch die USA, Kanada und Japan aber auch Indien und China. Das führt zu einer globalen Übereinkunft in Kopenhagen 2009 und das im Rahmen der Vereinten Nationen. Daran hat vorher niemand geglaubt.“

2009 soll es in Kopenhagen schließlich konkrete Aussagen geben, wie stark der Ausstoß von Treibhausgasen gesenkt werden soll. Carlgren und die EU waren ursprünglich nach Bali gekommen, um bereits jetzt konkrete Ziele vorzugeben, die das 2012 auslaufende Kyoto-Abkommen ersetzen sollen.

Kiene hohen Erwartungen

Diese Linie musste während der Verhandlungen aufgegeben werden. Dies bemängelt auch Anders Ygerman, der für die Sozialdemokraten im Umweltausschuss des Reichstages sitzt: „Unsere Erwartungen waren nicht sehr hoch gewesen und ich bin auch jetzt mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Klar haben die USA in Aussicht gestellt, dass sie ihre Emissionen halbieren wollen. Das bedeutet jedoch dass sie in 42 Jahren doppelt soviel ausstoßen wie Schweden heute. Das ist kein sehr positives Ziel.“

Dies findet auch der schwedische Umweltschutzverband. Er ist sich mit dem WWF einig, dass auf Bali ein wirkungsloses Abkommen entstanden ist. Die USA können sich als Verhandlungssieger fühlen, so die Umweltschützer. Bei Greenpeace in Schweden herrscht dagegen vorsichtiger Optimismus. Man hofft auf eine neue US-Regierung in einem Jahr, mit der dann konkrete Ziele besser verhandelt werden können.

Der  Professor für dynamische Meteorologie, Erland Källén, ist ebenfalls im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Erreichten. Aber die Zeit drängt, dass man sich auf konkrete Zielvorgaben einigt, so Källén: „Wenn wir ein effektives Abkommen erzielen wollen, müssen wir konkrete Emissionsvorgaben haben. Je früher diese formuliert werden, desto besser. Da sie jetzt nicht ins Abkommen integriert wurden, wird das schwieriger zu erreichen sein. Der Weg ist dadurch etwas länger geworden. Wichtig ist aber, dass man sich überhaupt darauf geeinigt hat, Emissionsgrenzen zu diskutieren.“

Das Risiko sei groß, dass sich dieser Prozess durch die Ergebnisse auf Bali verzögert habe, so Källén.

Dieter Weiand

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