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Feuerwehr droht mit Streik

Publicerat tisdag 18 december 2007 kl 10.19

Stell dir vor, es brennt, und keiner kommt löschen. Ein kleines Schreckensszenario, das jetzt Schwedens Feuerwehr-Gewerkschaft aufbaut. Die Brandbekämpfer wollen einen eigenen Tarifvertrag mit dem schwedischen Kommunal- und Provinziallandtagsverband haben. Und um Druck zu machen, wollen sie nun zu ziemlich extremen Mitteln greifen.

Sie ist nicht gerade groß, die schwedische Gewerkschaft der Feuerwehrleute. Gerade mal 8700 Mitglieder gehören ihr an. Aber ähnlich wie die Gewerkschaft der Lokführer in Deutschland, so kann auch diese kleine Arbeitnehmerorganisation im Ernstfall zu einem ganz schön großen Gegner werden. Und genau das zeichnet sich im Moment ab. Die Feuerwehrleute, die nicht zur großen Gewerkschaft der kommunalen Angestellten gehören wollen, liegen im Clinch mit dem Verband der schwedischen Kommunen und Provinziallandtage - und das schon seit mehreren Jahren.

Der Grund ist ähnlich wie bei den deutschen Lokführern. Der Gewerkschaftsvorsitzende Kenneth Carlsson erklärt: „Es ist doch nur logisch, dass man im Jahr 2007 einen Tarifvertrag für alle Angestellten hat, und das die auch selbst wählen können, welcher Gewerkschaft sie angehören wollen.”

Eigenständiger Tarifvertrag

Heißt nichts anderes als: Die Feuerwehrleute wollen einen eigenständigen Tarifvertrag. Der ist ihnen von Arbeitgeberseite bislang immer verweigert worden. Ein Großteil der Feuerwehrleute ist also bis heute bei den Verhandlungen über Tarifverträge nicht durch seine Gewerkschaft vertreten.

Für Helene Fritzon, stellvertretende Vorsitzende des Kommunalverbandes bei den Verhandlungen, ist das auch eine Frage des Prinzips: „Das würde ja eine unhaltbare Situation auf dem Arbeitsmarkt ergeben, wenn 1,1 Millionen Arbeitnehmer und viele verschiedene Berufsgruppen nun eigene Tarifverträge unterzeichnen wollten.”

Und weil die kommunalen Arbeitgeber von dieser Position offenbar nicht abweichen wollen, legen die Feuerwehrleute nun harte Bandagen an. Wenn der Verband der Kommunen und Provinziallandtage nicht bis zum 28. Dezember einlenkt, wollen die Feuerwehrleute bei einem Brand in bestimmten öffentlichen Gebäuden nicht mehr eingreifen. Im Klartext: Sie wollen das betreffende Gebäude abbrennen lassen. Menschenleben sollen zwar gerettet und benachbarte Gebäude vor einem Übergreifen der Flammen geschützt werden. Aber Löschwasser auf den Brandherd selbst? Das kommt während des Arbeitskampfes nicht in Frage.

Sensible Objekte 

Außerdem hat sich die Gewerkschaft ein paar höchst sensible Objekte ausgesucht, die im Streikfall betroffen wären. Neben dem Gebäude des Arbeitgebers gehören dazu unter anderem das Dramatische Theater in Stockholm, das Stadttheater in Malmö und die Rathäuser von Norrköping, Luleå, Skövde und Mariestad. Aber auch in den anderen Kommunen soll ein möglicher Streik spürbar sein. Kenneth Carlsson: „An einem Brandherd liegen ja meist viele Löschschläuche herum. Die werden wir liegen lassen, wenn wir wieder abrücken. Dann muss sich der Arbeitgeber darum kümmern, dass der Vorrat an Schläuchen immer wieder aufgefüllt wird, um die Sicherheit Unbeteiligter garantieren zu können.”

Ob sich der Verband der Kommunen und Provinziallandtage von diesen Drohgebärden beeinflussen lässt, bleibt abzuwarten. Einige Kommunen allerdings dürften froh sein, in der Frage eines eigenen Tarifvertrages für die Feuerwehrleute Entgegenkommen signalisiert zu haben. Sie sollen nämlich von den angekündigten Streikmaßnahmen.

Thomas Fenske

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