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Armee bildet zu viele Wehrpflichtige aus

Publicerat onsdag 19 december 2007 kl 10.41

Genügt die Wehrpflicht den heutigen Ansprüchen einer modernen Armee? Die Ansprüche an die schwedischen Streitkräfte haben sich in den letzten Jahren markant geändert – weg von der Verteidigungsarmee unter den Vorzeichen des Kalten Krieges hin zu Einsatztruppen in internationalen Krisen. Das stellt natürlich auch andere Ansprüche an den einzelnen Soldaten. Jetzt kommt eine Untersuchung des Verteidigungsausschusses im Reichstag jedoch zu dem Schluss, dass es gerade bei der Ausbildung der Soldaten hapert.

Die Ausbildung der schwedischen Wehrpflichtigen entspricht nicht mehr den Ansprüchen der modernen Streitkräfte des Landes. Dies meint der ehemalige Generalmajor Lars Frisk, der im Auftrag des Verteidigungsausschusses das Wehrpflichtsystem untersucht und nun seinen Abschlussbericht vorgelegt hat.

„Das schwedische System leidet unter den alten Strukturen“, meint Frisk und weist darauf hin, dass die Ausbildung von jährlich 10.000 Wehpflichtigen nicht nur unzeitgemäß ist, sondern auch Geld verschwendet. Von den 10.000 melden sich nämlich nur gut ein Drittel auch zu internationalen Einsätzen - heutzutage die Hauptaufgabe der schwedischen Streitkräfte.

Ein teures Missgeschick, so auch der liberale Abgeordnete im Verteidigungsausschuss, Allan Widman: „Das bedeutet, dass wir viel zu viele Wehrpflichtige ausbilden, die wir eigentlich nicht benötigen. Das kostet den Steuerzahler Milliarden.“

Reform an Bedürfnissen orientiert

Alles läuft daher auf eine Reform des Wehrpflichtsystems hinaus. Der Abgeordnete will das System mehr an den Bedürfnissen der Streitkräfte orientieren: „Wenn wir lediglich die ausbilden, die auch tatsächlich an internationalen Einsätzen teilnehmen wollen und nicht auch die, die nicht teilnehmen wollen, genügen laut dem Bericht drei bis viertausend.“

Mehr als die Hälfte der jetzt Einberufenen würden dann also nicht mehr benötigt. Ohnehin werden nicht mal ein Drittel aller wehrfähigen jungen Männer heutzutage einberufen. Dann noch von einer Wehrpflicht zu sprechen, wenn nur ein geringer Teil tatsächlich den Wehrdienst antritt, ist zumindest fragwürdig. Dies meint auch die konservative Abgeordnete im Verteidigungsausschuss, Karin Enström: „Wir brauchen einfach gut ausgebildete Menschen mit Erfahrung. Das ist doch eine romantische Vorstellung, dass wir dazu Wehrpflichtige einsetzen, die ein Jahr Ausbildung hinter sich haben. Die Anforderungen haben sich geändert.“

So sieht das auch der ehemalige Generalmajor und schlägt vor, ähnlich wie früher Personal regelmäßig zu Reserve-Übungen einzuberufen: „Das sollte kein System sein, dass auf der allgemeinen Wehrpflicht aufbaut. Wir sollten moderne Prinzipien anwenden, die auf Freiwilligkeit und Verträgen beruhen. Darauf sollte man ein Übungssytem aufbauen, das den heutigen Anforderungen entspricht.“

Der Wehrpflichtige findet in diesen Überlegungen einfach keinen Platz mehr, so die aktuellen Überlegungen. Jetzt ist es an der politischen Führung, die entsprechenden Entscheidungen zu fällen. Doch die politische Diskussion über die Wehrpflicht hat noch nicht einmal richtig begonnen.

Dieter Weiand

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