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Druck oder Chance? Plan für Langzeitkrankgeschriebene vorgelegt

Publicerat torsdag 20 december 2007 kl 13.44
Sozialdemokrat Tomas Eneroth gehört zu den Kritikern des Vorschlags

Schwedens Langzeitkrankgeschriebene sind ein Problem – für den Arbeitsmarkt, für das Gesundheitssystem und natürlich belastet die Krankschreibung auch die Arbeitnehmer selbst. Die Regierung rechnet damit, dass etliche Arbeitnehmer nur für ihren derzeitigen Job zu krank sind, sehr wohl aber eine andere Arbeit ausführen könnten. Deshalb lockt Sozialversicherungsministerin Husmark Pehrsson jetzt mit einem attraktiven Angebot – die Peitsche im Anschlag.

Wer länger als drei Monate krankgeschrieben ist, soll sich künftig von der Arbeit frei nehmen dürfen, um sich einen neuen Job zu suchen und den auch auszuprobieren - und über einen Zeitraum von immerhin neun Monaten bekommt der Betreffende sogar weiter sein Krankengeld gezahlt. Soweit die angenehme Seite des Angebots von Seiten der Regierung.

Die unangenehme Seite sieht so aus: Wer nach mehr als einem halben Jahr Krankheit noch nicht bereit ist, seinen Arbeitsplatz zu wechseln, der soll sein Krankengeld sogar verlieren. Sozialversicherungsministerin Christina Husmark Pehrsson lobt ihren eigenen Vorschlag als einzigartig, zu hart gegenüber den Betroffenen findet sie ihn nicht.

„Es geht doch um die Arbeitsfähigkeit. Ist man krank und arbeitsunfähig, soll man natürlich Krankengeld bekommen. Wenn man aber prinzipiell arbeiten kann, ist man bei der Krankenversicherung falsch, sondern muss sich noch heute um einen guten Kontakt zum Arbeitsamt kümmern, damit man alle erdenkliche Unterstützung bekommt.“

Der Ball liegt beim Krankgeschriebenen

Mit ihrem neuen Vorschlag bricht die Regierung mit früheren Entwürfen, wonach auch die Arbeitgeber stärker in die Pflicht genommen wurden. So sollte etwa ein Arbeitgeber nach drei Monaten zunächst prüfen, ob der langzeitkrankgeschriebene Mitarbeiter nicht innerhalb des Unternehmens umplatziert werden könnte. Die Sozialdemokraten im Sozialversicherungsausschuss kritisieren denn auch die strengeren Maßnahmen der Regierung. Stellvertretender Vorsitzender Thomas Eneroth:

„Wenn man unbedingt zeitliche Grenzen setzen muss, dann doch im Zusammenhang mit einem Angebot an den Krankgeschriebenen, dass er früher an einem Reha-Programm teilnehmen darf. Hier finde ich, dass die Regeln für die Arbeitgeber straffer werden oder dass die staatliche Versicherungskasse eher mit einem Angebot einschreitet.“

Der Regierung wirft der Sozialdemokrat vor, die gesamte Verantwortung aus Kostengründen auf den Krankgeschriebenen abzuwälzen. Doch die Sozialversicherungsministerin bleibt dabei, dass die Maßnahmen nicht die Falschen treffen werden.

„Ich mache mir Sorgen, dass die Diskussionen dazu führen, dass zum Beispiel schwer Krebskranke nun fürchten, dass sie kein Krankengeld mehr bekommen. Dabei können diese Menschen ganz beruhigt sein, sie bekommen natürlich ihr Krankengeld und teilweise auch eine Lohnfortzahlung. Uns geht es um die Menschen, die im Prinzip arbeiten können, aber weiterhin im Sozialversicherungssystem hängen. Diesen Menschen müssen wir helfen, andere Arbeitsaufgaben auszuprobieren.“

Andrang bei Sozialämtern befürchtet

Dass möglicherweise doch ein größerer Anteil Langzeitkrankgeschriebener wirklich zu krank zum arbeiten sein könnte, ignoriert der Vorschlag der Regierung. Die Kommunen befürchten ihrerseits umfassende Mehrausgaben. Denn wenn die Krankgeschriebenen nach sechs Monaten unwillentlich oder durch eigenes Verschulden noch immer ohne Job sind, dann sind die kommunalen Sozialämter gefragt.

Liv Heidbüchel 

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