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Bildung

"Schwedisch für Einwanderer"-Kurse sollen besser werden

Publicerat måndag 18 februari 2008 kl 15.37
Integrationsministerin Sabuni will Chancen der Einwanderer auf dem Arbeitsmarkt verbessern

Einwanderer sollen künftig nachweisen, dass sie sich um das Erlernen der schwedischen Sprache bemüht haben. Diese Forderung unterbreiteten am Montag Bildungsminister Jan Björklund und Integrationsministerin Nyamko Sabuni. Damit will die Liberale Volkspartei ihr Wahlversprechen einlösen, Immigranten mehr Integrationsbemühungen abzuverlangen.

Einwanderer mit Aufenthaltsgenehmigung haben in Schweden das Recht auf kommunal finanzierte Sprachkurse. Das klingt zwar erstmal gut, doch die „Schwedisch für Einwanderer“-Kurse genießen bei weitem keinen guten Ruf. Oftmals sitzen zu viele Schüler mit zu verschiedenen Bildungshintergründen im Klassenzimmer, das gelernte Pensum ist zu klein und auch die Lehrkräfte gelten teilweise als zu schlecht ausgebildet. Die Folge: Nur jeder dritte Schüler schließt den Sprachkurs überhaupt erfolgreich ab.

Daran will die Regierung endlich etwas ändern. Integrationsministerin Nyamko Sabuni kündigt Abschlussprüfungen nach drei Jahren an, aber auch die Qualität des Unterrichts soll sich dringend verbessern.

„Die Kommunen sollen kompetente Lehrkräfte einstellen oder zumindest zusehen, dass sich die Lehrer weiterbilden. Aber auch die Schüler müssen sich anstrengen, denn künftig gibt es nicht nur die Abschlussprüfung, sondern die Kursdauer insgesamt wird begrenzt. Alle müssen zusammenarbeiten, damit der einzelne Einwanderer auch tatsächlich Schwedisch lernt und damit die Chance hat, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.“

Kompetentere Lehrer machen besseren Unterricht

Bildungsminister Jan Björklund verspricht die ehrgeizigste Sprachkurs-Reform aller Zeiten. Die Weiterbildung der Lehrkräfte ist das A und O zu besseren Kursen, so Björklund.

„Jährlich wollen wir 10 bis 15 Prozent aller „Schwedisch für Einwanderer“-Lehrer vom Unterricht freistellen und sie ordentlich weiterbilden. Aus verständlichen Gründen können wir das nicht mit allen Lehrkräften gleichzeitig machen. Aber nach und nach wird diese Maßnahme die Qualität der Kurse enorm verbessern.“

Die angekündigten Maßnahmen stoßen längst nicht bei allen Betroffenen auf Gegenliebe. In einem Vorort Stockholms ist Eva Kjellsäter stellvertretende Direktorin am Abendgymnasium Söderort. Sie findet, dass ihre Schule die Forderungen der Regierung bereits erfüllt.

„Wir arbeiten seit vier Jahren so und da denke ich: Hallo, Björklund! Was tun eigentlich deine Mitarbeiter? Können die sich nicht erstmal informieren, wie es in der Wirklichkeit aussieht, bevor man mit so einem Maßnahmenkatalog kommt? Mich ärgert das.“

Auf gute oder schlechte Ausbildung setzen?

Integrationsministerin Sabuni möchte vor allem den Druck auf die Kommunen erhöhen: „Die Kommunen müssen sich die Frage beantworten: Wollen wir auf eine gute Ausbildung setzen, die den Menschen gute Sprachkenntnisse vermittelt und sie damit für den Arbeitsmarkt attraktiv macht? Oder wollen wir auf eine schlechtere Ausbildung setzen, die dazu führt, dass die Menschen nie einen Job bekommen und damit auf Sozialhilfe angewiesen sind? Der finanzielle Aufwand bleibt in jedem Fall an den Kommunen hängen.“

Für die Weiterbildung der Lehrer veranschlagt die Regierung umgerechnet sechseinhalb Millionen Euro. Dass diese Gelder wirklich im Sinne des Erfinders verwendet werden, soll die geplante Schulinspektion kontrollieren.

Liv Heidbüchel 

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