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HIV-Infizierte:

Gebühren für kostenlose Medizin bezahlt

Publicerat tisdag 19 februari 2008 kl 16.23
HIV-Infizierte erhielten Medikamente gegen den Ausbruch von AIDS manchmal nur gegen Gebühr.

Wer sich mit HIV angesteckt hat, für den ist das Leben schon schwer genug. Infizierte müssen ständig Medikamente nehmen, damit das Immunsystem nicht zusammenbricht. Diese Medizin gibt es für die Betroffenen laut Gesetz in Schweden eigentlich kostenlos – aber auch nur eigentlich, wie jetzt herausgekommen ist.

Das schwedische Infektionsschutzgesetz gehört nicht unbedingt zu den Regelwerken Schwedens, die leicht zu lesen sind. Doch wenn es um Geld für wichtige Medikamente geht, dann ist das Gesetz erfreulich eindeutig. Paragraf 1 des siebten Kapitels legt nämlich unmissverständlich fest:

„Arzneimittel, die von einem Arzt gegen eine Krankheit verschrieben wurden, von der eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht, sind für den Patienten kostenlos, wenn der Arzt annimmt, dass die Arzneimittel das Risiko einer Ausbreitung der Krankheit vermindern.“

Und von HIV geht eine Gefahr für die Allgemeinheit aus – auch das steht so im Gesetz. Medikamente, die die Betroffenen vor einem Ausbruch von AIDS schützen, müssten demnach kostenlos sein. Aber obwohl die Regeln eindeutig erscheinen, hat mancher Arzt damit offenbar trotzdem seine Probleme. Denn im vergangenen Jahr sind elf Prozent der Arzneien gegen HIV nur gegen Gebühr an die Betroffenen gegangen. Die Patienten zahlten mehr als 160.000 Euro, und das völlig zu Unrecht. Anders Karlsson, Oberarzt der Abteilung für HIV-Infizierte am Söder-Krankenhaus in Stockholm, ist erstaunt über diese Ziffern:

„Viele der Patienten haben nicht gerade viel Geld, sondern gehören zu gesellschaftlichen Randgruppen. Wenn man denen unberechtigterweise Geld abnimmt, erhöht man die Gefahr, dass diese Menschen ihre Medikamente nicht mehr regelmäßig einnehmen. Das ist eine ernste Sache.“

Ernst deshalb, so Karlsson, weil dadurch auch das Risiko steige, dass sich wieder mehr Menschen mit dem Virus infizieren. Bislang sind 4.000 Fälle offiziell bekannt.

Bemerkenswert ist auch, dass es offenbar große regionale Unterschiede gibt, wenn es um unberechtigte Gebühren für die Medikamente gegen HIV geht. In Blekinge wurden die Arzneien in 90 Prozent der Fälle nur gegen Gebühr ausgegeben, in Värmland hingegen fast alle gebührenfrei. Grund genug für die Sozialbehörde, sich auf die Suche nach den Fehlern im System zu machen. Anders Tegnell von der Sozialbehörde:

„Das kann viele Ursachen haben, vom Arzt, der auf dem Rezept ein Kreuzchen vergisst, bis zur Apotheke, in der das Rezept falsch bearbeitet wird. Und es kann ja noch weitere Fehler in der Buchführung geben. Wir werden uns jedes Glied der Kette ansehen müssen, um eine Erklärung zu finden.“

Die Betroffenen dürften sich freuen, wenn ihnen in Zukunft zumindest die finanzielle Belastung im Kampf gegen ihre Krankheit erspart bleibt.

Thomas Fenske

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