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Hilfsgelder für Irak-Rückkehrer sollen Wiederaufbau ankurbeln

Publicerat fredag 22 februari 2008 kl 13.58

Die Regierung in Stockholm denkt über eine neue Schiene für ihre Irak-Hilfe nach. Erstmals soll nicht die staatliche Hilfsorganisation SIDA federführend sein, sondern ein staatliches Finanzunternehmen.

Schweden plant eine neue Form der Hilfe beim Wiederaufbau des Irak. Entwicklungshilfeministerin Gunilla Carlsson gab in Stockholm bekannt, dass das staatliche Risikokapital-Unternehmen Swedfund in einem Pilotprojekt ein entsprechendes Modell vorbereiten soll. Es sieht Finanzhilfen für Iraker vor, die aus Schweden in ihr Land zurückkehren und dort mit eigenen Firmen am Wiederaufbau mitwirken wollen. Gunilla Carlsson:

„Wir werden sehen, ob das bessere Voraussetzungen für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Unternehmertum ermöglichen kann.“

Die Ministerin rechnet damit, dass sich das Modell vor allem im Norden des Irak bewähren wird. Ihre Begründung:

„In den kurdischen Landesteilen stimmen die Voraussetzungen, denn viele Kurden haben in Schweden gewohnt. Deshalb glauben wir, dass sich das Engagement auf den Norden konzentrieren wird.“    

In Stockholm hat man auch eigene Vorstellungen davon, wie die Wirtschaftshilfe aussehen soll. Carlsson nennt weitreichende Maßstäbe für die Auswahl der Empfänger:

„Das sollen nicht nur Firmen sein, die neue Straßen und Häuser bauen, sondern wir werden uns die Unternehmertätigkeit im Ganzen anschauen. Wir wollen den Glauben an die Zukunft auf breiter Ebene unterstützen und die Einsatzbereitschaft derjenigen fördern, die in den Irak zurückkehren.“

Für Hilfeleistungen und die Auszahlung von Mitteln an Länder der Dritten Welt ist eigentlich die staatliche Behörde für internationale Entwicklungszusammenarbeit SIDA zuständig. Warum hat die Regierung jetzt das Risikokapital-Unternehmen Swedfund eingeschaltet? Dazu Gunilla Carlsson:

„Wir waren ja schon bisher sehr aktiv, aber auf diese neue Art weiten wir unser Engagement aus. Es ist also eine Ergänzung dessen, was wir vor allem in den kurdischen Gebieten des Irak ohnehin schon tun.“

Eines der Hauptziele schwedischer Entwicklungshilfe für den Irak bleibt nach den Worten der Ministerin die Schaffung demokratischer Verhältnisse:

„Wenn wir nicht dafür sorgen, dass wir funktionierende demokratische Gesellschaftsformen erhalten, in denen für alle gesorgt wird und wo vor allem die Rechte von Frauen und die Bedürfnisse von Kindern geachtet werden, dann gelingt uns auch nicht die dauerhafte Bekämpfung der Armut.“

Und an Armut mangelt es im Irak gewiss nicht – von Mosul bis Basrah.

Klaus Heilbronner

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