Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Grüne für radikale Veränderung der Arbeitslosenversicherung

Publicerat måndag 25 februari 2008 kl 15.51

Schwedens Grüne wollen das System der Arbeitslosenversicherung umkrempeln. Bisher versichern sich Arbeitnehmer zu einem Großteil bei den Gewerkschaften, um weiter Geld zu bekommen, wenn sie ihren Job verlieren. Und das Ganze ist auch noch freiwillig. Die Grünen schlagen nun vor, dass der Staat die Arbeitslosenversicherung übernimmt und diese dann auch obligatorisch werden soll. Ein Vorschlag, der so eher von der Regierung als aus dem linken Parteispektrum hätte stammen können – die Reaktionen sind entsprechend.

Die Arbeitslosenversicherung soll in Zukunft nicht mehr Sache der Gewerkschaften, sondern des Staates sein und mit Steuergeldern bezahlt werden, jedenfalls wenn es nach dem Willen der Grünen geht. Gleichzeitig wollen die Grünen ein ganz neues Versicherungssystem schaffen, in dem die Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Sozialhilfe zusammengelegt und einer einzigen Behörde unterstellt werden. So soll ein Sicherheitssystem geschaffen werden, dass keinen mehr ausschließt, erklärt Grünen-Sprecherin Maria Wetterstrand: „Auf diese Weise haben es die Menschen bedeutend einfacher, sich zurechtzufinden. So landen sie nicht zwischen den Stühlen, sondern bekommen die Unterstützung, die sie benötigen, ohne von einer Behörde zur nächsten geschickt zu werden. Uns ist bewusst, dass dieser Vorschlag bei den Gewerkschaften nicht besonders beliebt ist. Das Wichtigste ist aber, dass alle Menschen von diesem Sicherheitssystem erfasst werden.“

Gewerkschaften und Sozialdemokraten gegen Reformvorschlag
Die Gewerkschaften sind von der Idee der Grünen in der Tat nicht begeistert. Würde der Vorschlag vom Parteikongress angenommen und tatsächlich in die Realität umgesetzt, befürchten die Gewerkschaften, Mitglieder und Einfluss zu verlieren. Bisher stehen die Grünen mit ihrer Idee politisch alleine da. Denn auch die Sozialdemokraten und die Linkspartei, mit denen sie in der Vergangenheit oftmals zusammengearbeitet haben, kritisieren die vorgeschlagene radikale Reform. Der Arbeitsmarktexperte der Sozialdemokraten, Sven-Erik Österberg, ist dagegen, die Arbeitslosenversicherung in die Hände des Staates zu geben: „Zusammen waren die Arbeitslosenversicherung und die Gewerkschaften starke Kräfte auf dem Arbeitsmarkt. Durch einen solchen Vorschlag wird eine dieser beiden Kräfte wesentlich geschwächt. Das wird zu einer Veränderung auf dem Arbeitsmarkt führen, so dass mehr Menschen an vielen verschiedenen Arbeitsplätzen betroffen sein werden.“

Außerdem schlagen die Grünen vor, das höchstmögliche Arbeitslosengeld zu erhöhen und gleichzeitig den Maximalbetrag im Krankheitsfall zu senken. Auch mit dieser Idee isolieren sie sich von den anderen Oppositionsparteien.

Reinfeldt: interessante Möglichkeit
Auf gewisses Verständnis trifft der Vorstoß der Grünen ausgerechnet bei der Regierung. Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt sieht eine staatliche obligatorische Arbeitslosenversicherung durchaus als eine interessante Möglichkeit. Einen Zusammenschluss zweier so unterschiedlicher Systeme wie der Arbeitslosen- und der Krankenversicherung schließt er allerdings aus.

Clarissa Blomqvist 

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".