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Hochschule für Schifffahrt:

Brückenpersonal arbeitet oft zu lange

Publicerat måndag 25 februari 2008 kl 15.56
Åsa Torstensson.

Als der Frachter „Allora“ vor etwas mehr als zwei Jahren im Vänern auf Grund lief, war der wachhabende Offizier seit 18 Stunden auf der Brücke – und entsprechend müde. Kein Einzelfall, wie eine Untersuchung der Hochschule für Schifffahrt in Kalmar nun zeigt.

Unglücke mit kleineren Frachtern sind demnach häufig die Folge von Übermüdung bei Steuermännern und Wachhabenden. Das weiß auch Johan Franson von der schwedischen Schifffahrtsbehörde:

„Die sind dann total übermüdet und stellen dann sowohl ein Sicherheitsrisiko für sich selbst dar, weil ihr Schiff auf Grund läuft. Und auch für andere, denn sie können mit anderen Schiffen kollidieren, weil die Besatzung auf der Brücke einschläft.“

Zwar gibt es gesetzliche Vorschriften zu den Ruhezeiten von Brückenpersonal. Doch kleinere Schiffe müssen nur zwei Wachhabende an Bord haben – und die können die Ruhezeiten einfach nicht einhalten. Also werden Arbeitszeitnachweise gefälscht. Die Hochschule für Schifffahrt untersuchte die Logbücher von elf Schiffen. Das Ergebnis: In keinem waren die Arbeitszeiten des wachhabenden Personals korrekt festgehalten.

Trotz der bekannten Missstände sieht die Schifffahrtsbehörde keine Möglichkeit, die Regeln zu verschärfen und mehr als zwei Wachhabende auf kleinen Frachtern vorzuschreiben. Johan Franson:

„Das würde nur zur Folge haben, dass die Schiffe wegen des Konkurrenzdrucks unter einer anderen Flagge laufen würden. Gleiches Personal, nur eine andere Flagge am Heck. Damit hätten wir das Problem nicht gelöst, sondern nur von uns weggeschoben.“

Das sieht auch Infrastrukturministerin Åsa Torstensson so. Sie ist deshalb der Ansicht, dass die internationalen Regeln geändert werden müssen.

„Seefahrt ist international, und will man Probleme, Mängel und Fehler angehen, dann mit einem internationalen Regelwerk.“

Claes-Göran Brandin, Sozialdemokrat und Mitglied des Verkehrsausschusses, hält die Reaktionen von Schifffahrtsbehörde und Ministerium für völlig falsch:

„Dann bräuchten wir ja auch keine nationalen Forderungen zu gewerkschaftlichen Rechten oder ähnlichem, wenn wir Angst davor hätten, dass Arbeitsfelder ins Ausland verlagert werden. Das ist schon ein seltsames Verhalten.“

Doch Åsa Torstensson will die Durchsetzung strengerer Regeln lieber der nationalen Transportaufsicht überlassen, die derzeit im Entstehen sei:

„Die neue Transportaufsicht hat ja eine wichtige Aufgabe. Sie soll auf der internationalen Bühne deutlich auftreten, Einfluss auf die Schaffung internationaler Regeln ausüben und sich international klar Gehör verschaffen.“

Ob die neue schwedische Behörde das tatsächlich schafft, und wie viele Schiffe bis zur Einführung strengerer Regeln noch auf Grund laufen wie die „Allora“ im November 2005, bleibt abzuwarten.

Thomas Fenske

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