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Hälfte aller Busse nicht verkehrssicher

Publicerat måndag 25 februari 2008 kl 15.57
Im Notfall sind die Fahrer oft auf die schnelle Hilfe von Kollegen angewiesen. (Foto: Linnea Johansson/P4 Dalarna)

Im hoch entwickelten Industrieland Schweden kann eine Busfahrt zu einem unangenehmen Abenteuer werden - die Hälfte aller Busse hat technische Mängel. 

Schweden gilt in vieler Hinsicht als vorbildliches Musterland. Manchmal  könnte man sich hier allerdings in einem Dritt-Welt-Land wähnen. Welcher Fahrgast eines schwedischen Omnibusses würde zum Beispiel auf die Idee kommen, dass er mit mehr als fünfzig-prozentiger Wahrscheinlichkeit in einem verkehrsunsicheren Vehikel sitzt?

Die jüngste Statistik der schwedischen Kraftfahrzeug-Überwachungsbehörde Bilprovning belegt, dass mehr als die Hälfte der jährlich geprüften 13 500 Busse erhebliche Mängel hat, nämlich 53 Prozent. Bei 150 Bussen waren die Fehler im vergangenen Jahr so gravierend, dass sie sofort aus dem Verkehr gezogen wurden.

Gun-Britt Ljungdahl ist leitende Mitarbeiterin bei Bilprovning und hat die Ergebnisse ausgewertet. Sie nennt die häufigsten Beanstandungen:

„Bei den Bussen ist es meistens das Bremssystem. Außerdem mangelt es oft an der Brandsicherheit. Die Gefahr besteht dabei darin, dass Öllecks im Motorraum zu Bränden führen können.“

Zu mangelhaften Bremsen kommen oft abgefahrene Reifen sowie defekte Beleuchtungs- und Warnanlagen. Gun-Britt Ljungdahl bestätigt, dass die Mängelbilanz schon über längere Zeit auf hohem Niveau liegt, und zwar auch bei den Nahverkehrsunternehmen der großen Städte:

„Das ist jetzt schon mehrere Jahre so. Das finden wir bei Bilprovning unbefriedigend. Und das findet die Busbranche sicher auch.“

Mag sein. Trotzdem tut sich in Sachen Sicherheit bisher kaum etwas. Gun-Britt Ljungdahl betont allerdings, dass es auch anders geht:

„Es gibt Busunternehmen, die die Pflege ihrer Fahrzeuge ernst nehmen. Da sieht man den Unterschied. Dank der erforderlichen Werkstattbetreuung liegen die Beanstandungen bei solchen Firmen bei zehn bis fünfzehn Prozent. Und zugleich gibt es andere mit einer Mängelquote von sechzig Prozent.“

Oft hat das Problem finanzielle Ursachen: Viele Busunternehmen sparen am Geld für den technischen Service ihrer Fahrzeuge. Und Ersatzbusse werden erst recht nicht angeschafft. So wird der Fahrplan mitunter mehr schlecht als recht eingehalten. Die Schlussfolgerung der Prüfbehörde lautet:

„Was wir fordern, sind kürzere Zeitabstände für die Fahrzeugpflege. Schließlich fahren ja die Busse über weite Strecken.“

Und sie sollen ja schließlich auch ankommen. Bleibt zu wünschen, dass schwarze Schafe durch verstärkte Kontrollen rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen werden, damit es für die Fahrgäste nicht beim Fifty-Fifty-Risiko bleibt..  

Klaus Heilbronner 

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