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Auch schwedische Steuermilliarden flossen nach Liechtenstein

Publicerat tisdag 26 februari 2008 kl 15.12
Wenn erst die Register der LGT-Bank weitergegeben werden, könnten noch mehr schwedische Steuersünder auffliegen

Der in Deutschland aufgeflogene Steuerskandal lässt nun Steuersünder in der ganzen Welt zittern. Wie der Spiegel berichtet, sollen die vom Bundesnachrichtendienst erworbenen Informationen über Bankkonten und Stiftungen in Liechtenstein nun auch an andere Länder gratis abgegeben werden. Ein Geschenk, das viele Länder sicher gerne annehmen werden. Auch Schweden hat bereits sein Interesse an diesen Daten bekundet. Die schwedische Steuerbehörde hat nämlich schon von internationaler Zusammenarbeit profitiert. Gerade sind Steuersünder überführt worden, die den schwedischen Staat im vergangenen Jahr um 46 Milliarden Kronen betrogen haben.

Umgerechnet knapp 5 Milliarden Euro sind dem schwedischen Staat im vergangenen Jahr an Steuergeldern entgangen. So viel Geld haben Steuerhinterzieher illegal ins Steuerparadies im Ausland gebracht. Der Betrug ist aufgeflogen, als die Steuerbehörden von neun Ländern zusammengearbeitet und Steuerbetrug in Liechtenstein unter die Lupe genommen haben. Der Generaldirektor der schwedischen Steuerbehörde, Mats Sjöstrand, erläutert den Verlust wie folgt: „Uns fehlen rund 14 Milliarden Euro an Steuergeldern, die hätten einbezahlt werden müssen, die aber nicht bezahlt worden sind. Davon wurden ungefähr 5 Milliarden Euro woandershin geleitet, ohne hier in Schweden versteuert worden zu sein, wie es eigentlich hätte geschehen müssen.“

Internationale Zusammenarbeit überführte schwedische Steuersünder
Hunderte von Schweden, sowohl Privatpersonen als auch Firmen, sollen beträchtliche Summen auf Bankkonten in Liechtenstein versteckt haben. In vielen Fällen sind Lohneinkünfte, Provisionen oder Kapitaleinkommen in Scheinfirmen untergebracht worden. Eine Zusammenarbeit von Schweden mit unter anderem Großbritannien, Spanien und den USA hat zu der Überführung der schwedischen Steuersünder geführt. Denen drohen nun Gerichtsverfahren. Die Kundenregister der Liechtensteiner LGT-Bank, die der Bundesnachrichtendienst erworben hatte, war noch nicht Teil der Ermittlungen. Doch wäre die schwedische Steuerbehörde zweifelsohne daran interessiert, bald auch diese Informationen nutzen zu können.

In den vergangenen Jahren habe sich Schweden immer stärker am internationalen Informationsaustausch beteiligt, so der Generaldirektor der schwedischen Steuerbehörde. Die Anzahl der Auskünfte, die spontan an andere Länder gegeben wurden, habe sich vervielfacht. Gleichzeitig habe Schweden selbst mehr Informationen aus dem Ausland erhalten. Mats Sjöstrand will diesen Austausch in Zukunft fortsetzen, um Steuersünder auch in den entlegensten Ecken der Welt aufspüren zu können: „Wir werden die Zusammenarbeit mit anderen Ländern fortsetzen. Dies verlangt viele Ressourcen, viele Kenntnisse, ist aber heute nicht unmöglich. Es gibt keine Steuerparadiese mehr, wo man sicher sein kann, dass wir nicht auf die eine oder andere Weise an Informationen kommen.“

Pagrotsky: Regierung muss Druck ausüben
Der Abgeordnete der Sozialdemokraten und ehemalige Wirtschaftsminister Leif Pagrotsky ist ebenfalls für einen stärkeren internationalen Informationsaustausch, an dem sich Schweden aktiv beteiligen soll. Pagrotsky hat die Regierung nun dazu aufgefordert, ihren Einfluss zu nutzen: „Die Regierung muss nun Druck auf Liechtenstein ausüben, das im internationalen OECD-Vergleich am schlechtesten in der ganzen Welt darin ist, mitzuhelfen, Betrug auf seinen Bankkonten zu offenbaren. Schweden muss Liechtenstein dazu bringen, wie alle anderen dazu beizutragen, heimliche Bankkonten von Terroristen, Drogenschmugglern und gewöhnlichen Steuersündern aufzuspüren.“

Clarissa Blomqvist

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