Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Kein Platz im Knast

Publicerat tisdag 26 februari 2008 kl 15.24

Die schwedischen Gefängnisse platzen aus allen Nähten. Es müssen dringend neue Anstalten gebaut werden. Nicht nur um alle Gefangenen unterzubringen, sondern auch um die immer größer werdenden Banden Schwerkrimineller voneinander isolieren zu können.

Polizei und Staatsanwaltschaft sind zurzeit sehr erfolgreich darin, Straftäter des organisierten Verbrechens zu überführen und zu Gefängnisstrafen zu verurteilen. Nie zuvor haben so viele Mitglieder schwerkrimineller Banden in den Gefängnissen des Landes gesessen wie heute. Insgesamt sind es 300 bis 500, die in Zusammenhang  mit einer kriminellen Vereinigung gebracht werden. Doch die erfolgreichen Festnahmen führen zu einem wachsenden Problem für die Haftanstalten. In diesen herrscht akuter Platzmangel. Weil immer mehr Gefangene immer längere Haftstrafen absitzen, ist der Platz knapp geworden im Knast. Die Möglichkeiten, Gefangene umzuverteilen und voneinander zu trennen, sind begrenzt. Dies aber ist eine gefährliche Situation. Denn so lässt sich nur schwer verhindern, dass kriminelle Banden innerhalb des Gefängnisses weiter aktiv sind oder sich neu formieren.

Christer Isaakson ist Sicherheitschef der schwedischen Strafvollzugsbehörde. Für ihn ist es wesentlich, Kontrolle darüber zu haben, was sich innerhalb der Gefängnisse abspielt: „Wir wollen wissen, was hinter den Mauern passiert. Wir wollen wissen, welche Insassen destruktiv für den Betrieb sind und welche die Opfer davon sind. Wir wollen den Betrieb so genau wie möglich untersuchen, um Tendenzen und Muster analysieren zu können.“

2000 neue Gefängnisplätze
Um den Mitgliedern krimineller Banden auch innerhalb des Gefängnisses das Handwerk legen zu können, sollen nun landesweit 2000 neue Gefängnisplätze geschaffen werden. Teils werden bestehende Anstalten ausgebaut, wie etwa die Strafvollzuganstalt in Kumla. Das Gefängnis hat heute Platz für 200 Gefangene, die im Durchschnitt acht bis neun Jahre lang einsitzen. Bald soll es Platz für 500 Insassen haben. Teils werden aber auch ganz neue Anstalten gebaut. Die Strafvollzugsbehörde hofft, in Zukunft nicht mehr so viele Gefangene umplatzieren zu müssen und die gefängnisinterne Kriminalität in den Griff zu bekommen.

„Der Gefängnisausbau, den wir gerade durchführen, wird uns bessere Möglichkeiten geben. Wir brauchen nicht mehr so aktiv zu sein, wir brauchen nicht mehr so oft einzugreifen, sondern können uns mehr auf die Räumlichkeiten verlassen. Vor allem wird er uns ermöglichen, unseren Auftrag der Gesellschaft gegenüber zu erfüllen, nämlich Kontrolle über unsere Gefängnisse zu haben.“

Clarissa Blomqvist 

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".