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Grenzverkehr:

Billiges Bier wird zum Umweltproblem

Publicerat tisdag 26 februari 2008 kl 17.35
Wenn der Kofferraum zu voll ist, schreitet der Zoll ein.

Deutschland ist ja eine weltbekannte Biernation, und der deutsche Markt scheint auch für schwedische Brauereien viel versprechend zu sein. Im vergangenen Jahr sollen Schwedens Bierproduzenten 50 Millionen Liter Gerstensaft nach Deutschland exportiert haben. Und doch ist schwedisches Bier nur ein scheinbarer Exportschlager. Durch deutsche Kehlen rinnt das „öl“, wie es hierzulande heißt, nämlich nur ganz selten.

Jens Spendrup, Chef der gleichnamigen Brauerei, kennt die wahren Kunden:

„Man kann davon ausgehen, dass alles zurück nach Schweden und zu schwedischen Konsumenten kommt. Schwedische Verbraucher warten jeden Tag in Läden an der Grenze. Die bringen dann das gleiche Bier, das wir am Morgen dort hinfahren, in ihren eigenen Autos am Nachmittag wieder mit nach Schweden.“

Was Jens Spendrup darüber denkt, ist eindeutig: ”Das ist wahnsinnig”, sagt er.

Wahnsinnig unter mehreren Gesichtspunkten. Zum einen, weil Deutschland nun nicht gerade um die Ecke liegt. Es kostet mehrere Stunden Zeit und auch einiges an Geld, um über Dänemark oder per Fähre zu den grenznahen Läden zu gelangen. Aber das scheint auch aufgrund der Alkoholpreise hierzulande immer noch die Mühe wert zu sein. Aber da ist dann ja auch noch ein anderes Problem, das viel größere Bedenken aufwirft: Die Umweltverschmutzung. Magnus Nilsson vom Naturschutzbund kritisiert denn auch den fleißigen Grenzverkehr der Bierlaster aus Schweden scharf.

„Es ist bedrückend, dass man auf diese Weise über Steuerregeln die Umweltzerstörung vorantreibt. Dass das sein kann, das ist doch erschreckend. Gleichzeitig muss ich zugeben, dass es nicht einfach ist, dafür eine politische Lösung zu finden.“

Nilssons Zurückhaltung hat ihre Ursachen. Keiner kann den Schweden verbieten, im Ausland Bier zu kaufen, um Geld zu sparen. Da würde die Europäische Union sicher protestieren. Eigentlich gäbe es also nur zwei Möglichkeiten, um den Gerstensaft-Tourismus zu bremsen. Entweder müssten in Schweden die Preise für Bier sinken, oder der Staat müsste gleich sein Verkaufsmonopol für Alkohol abschaffen. Doch angesichts der traditionellen Alkoholpolitik ist an so etwas hierzulande nicht einmal im Traum zu denken. Magnus Nilsson ist daher einigermaßen verzweifelt:

„Da kämpft man lang und breit, um Umwelteinflüsse und Emissionen zu senken, und dann gibt es Steuerregeln und andere Sachen, die diese Emissionen wieder in die Höhe treiben. Das sticht wirklich ins Auge.“

Vielleicht sollten Schwedens Brauer ja im Ausland einen kleinen Aufschlag für ihren Gerstensaft nehmen. Den könnten sie dann zum Beispiel an den Naturschutzbund spenden - frei nach dem Motto: Saufen für die Umwelt!

Thomas Fenske

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