Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Kein Platz für ältere Menschen

Publicerat torsdag 28 februari 2008 kl 14.50
Ein Fünftel der Plätze in Altersheimen ist verschwunden. Foto: Pontus Lundahl/Scanpix.

Wir werden immer älter, sind dann im Alter aber auch besonders auf medizinische und soziale Betreuung angewiesen. Diese Entwicklung stellt das Gesundheitssystem vor enorme Schwierigkeiten, auch das schwedische, das im Ausland traditionell so gepriesen wird. Nun zeigt ein neuer Bericht der schwedischen Gesundheits- und Sozialbehörde, dass das Altwerden in Schweden kein Vergnügen ist. Versäumnisse der Vergangenheit und Fehler in der Planung haben dazu geführt, dass immer mehr Menschen im Alter auf Krankenhausfluren auf und ab und zwischen Rehabilitierungskliniken und anderen Pflegeeinrichtungen hin- und her geschoben werden. 

Was in den vergangenen Jahren im schwedischen Gesundheitssystem eingespart worden ist, geht nun offenbar auf die Kosten der älteren Menschen. Seit Anfang der 90er Jahre ist jedes zweite Krankenhausbett verschwunden. In den Altersheimen sind seit dem Jahre 2000 etwa ein Fünftel der Plätze gestrichen worden. Nun gibt es für die immer zahlreicher werdenden älteren Menschen nicht immer sofort einen Platz im Altersheim. Zu diesen beunruhigenden Ergebnissen kommt der neue Bericht des Zentralamtes für Gesundheits- und Sozialwesen.

Ältere Menschen, die nach einem Krankenhausaufenthalt eigentlich entlassen werden könnten, werden allzu oft aus Platzmangel auf den Krankenhausfluren hin und her geschoben. Wer nicht sofort einen Platz im Altersheim bekommt, landet oft erst einmal in so genannten Kurzzeitheimen. Diese sind eigentlich nur für einige Wochen zur Rehabilitierung vorgesehen. Viele alte Menschen bleiben allerdings drei bis vier Monate lang. Lennarth Johansson ist beim Zentralamt für Gesundheits- und Sozialwesen für ältere Menschen zuständig. Er hält diese Zustände für bedenklich: „Diese Einrichtungen sind nicht für diesen Zweck bestimmt und auch nicht entsprechend mit Personal ausgestattet. Es fehlt dort an Kompetenz und medizinisch-technischer Ausrüstung, die zur Betreuung schwer kranker und gebrechlicher alter Menschen erforderlich ist. Die medizinische und soziale Betreuung kann dort einfach nicht gut sein.“

Pflegeeinrichtungen arbeiten schlecht zusammen
Die Gesundheits- und Sozialbehörde kritisiert ausserdem, dass die einzelnen Pflegeeinrichtungen schlecht miteinander vernetzt sind und mangelhaft planen. So habe die Untersuchung von Patientenakten ergeben, dass die Kommunikation zwischen Krankenhäusern, den ärztlichen Behandlungszentren und dem Sozialdienst oft nicht funktioniere. Helena Pettersson vom Gesundheits- und Sozialamt hat an der Untersuchung mitgearbeitet: „Die Gefahr besteht, dass man bei dieser Art von Pflegeplanung und bei allem Hin- und Her von Krankenhausaufnahme und -entlassung in Diskussionen über Kosten, Strukturen und Verantwortungen verfällt und über diese den Patienten aus dem Blick verliert. Es kann passieren, dass die Planung von den vorhandenen Ressourcen ausgeht und nicht vom Wohl des Patienten.“

Mängel in der Behandlung psychisch Kranker
Besondere Mängel sind auch bei der Betreuung psychisch kranker älterer Menschen festzustellen. Laut Angaben der Behörde hätten fast 30 Prozent der über 70-Jährigen psychische Probleme. Menschen diesen Alters litten viermal so häufig an Depressionen wie Angehörige anderer Altersgruppen. Bedenklich sei, dass die besonderen Bedürfnisse dieser Gruppe von Menschen nicht angemessen berücksichtigt würden. So profitierten längst nicht alle von den effektiven Behandlungsmöglichkeiten. Stattdessen  würden sie medikamentös über- oder unterbehandelt.

Es ist also erkannt, in welcher bedenklichen Lage sich viele ältere Menschen in Schweden befinden. Bleibt nur zu hoffen, dass die Verantwortlichen an dieser Situation nun auch bald etwas ändern. Damit die ältere Generation ihren Lebensabend in Ruhe verbringen kann und nicht abgestellt auf Krankenhausfluren.

Clarissa Blomqvist

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".