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Scania nun noch fester in deutscher Hand

Publicerat måndag 3 mars 2008 kl 15.14

Der schwedische Lastwagenhersteller Scania wird noch deutscher, jedenfalls was die Eigentumsverhältnisse angeht. Die Scania-Großaktionäre Wallenberg haben ihre gesamten Anteile an den Volkswagen-Konzern verkauft. Zum Preis von knapp 2,9 Milliarden Euro verfügt Volkswagen nun über rund 70 Prozent der Anteile am Unternehmen. 

Die Aktien der Finanzfamilie Wallenberg beim Lastwagenhersteller Scania entsprachen einem Anteil von rund 30 Prozent am Unternehmen. Den größten Batzen dieser Aktien hielt das Wallenberg-Unternehmen Investor, den Rest  verschiedene Stiftungen. Nun gehört das ganze Wallenbergsche Aktienpaket der Firma Volkswagen. Wie Investor mitteilte, bezahlte Volkswagen rund 21 Euro pro Aktie und damit einen Gesamtpreis von knapp 2,9  Milliarden Euro. Bereits seit dem Jahre 2000 war der Wolfsburger Autobauer mit 38 Prozent der Stimmrechte größter Aktionär im Scania-Unternehmen. Nach dem Kauf der Wallenberg-Aktien verfügt Volkswagen nun über rund 70 Prozent.

Scania ist damit fest in deutscher Hand. Denn seit 2006 ist auch der deutsche LKW-Hersteller MAN mit 17 Prozent Grossaktionär bei Scania. Zusammen verfügen nun MAN und Volkswagen über gut 85 Prozent der Stimmrechte. Da Volkswagen wiederum mit rund 30 Prozent am MAN-Unternehmen beteiligt ist, sehen Experten nun eine Zusammenlegung von Scania und MAN voraus.

Ihre Einflussmöglichkeiten waren den Wallenbergs zu gering
Laut Einschätzung des Lastwagenanalytikers bei Nordea, Johan Trocme,  trennt sich die Finanzfamilie Wallenberg von ihrem Aktienpaket, weil sie in der Gesellschaft der beiden deutschen Grossaktionäre keinen großen Einfluss mehr ausüben konnte. Dies widerspreche ihren Prinzipien, aktiv die Unternehmensentwicklung  mitzubestimmen.  Johan Trocme sagt: ”Ein Eigentümer, nämlich Volkswagen, ist wesentlich größer als sie selbst. Ein weiterer Eigentümer, nämlich MAN, ist ebenfalls sehr bedeutend. Angesichts dieser Eigentümerverhältnisse können sie selber keinen wesentlichen Einfluss auf die strategische Richtung der Firma ausüben.“

Aus dem Mund des Vorstandsvorsitzenden der Wallenbergfirma Investor, die für ihren Aktienanteil allein umgerechnet rund 1,8  Milliarden Euro eingestrichen hat, klingt die Begründung eine Nuance selbstloser. Vorstandschef Börje Ekholm: „Es war eine sehr schwere Entscheidung. Scania ist eine Firma, in der wir Aktien haben, seit Investor vor über 90 Jahren gegründet wurde. Aber wir haben darauf geachtet, das zu tun, was am besten für die Firma ist. Und wir wollten Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich die Firma bestmöglich weiterentwickeln kann.“

Hauptsitz weiterhin in Södertälje
Die Vertreter der Gewerkschaften teilen die Auffassung, dass die Veränderungen zum Besten des Unternehmens sind. Sie vertrauen, ebenso wie Scania-Führung und Branchenexperten, auf die Versicherungen aus Wolfsburg. Volkswagen habe versprochen, für Scania werde sich trotz veränderter Machtverhältnisse nicht viel verändern. So solle der Hauptsitz des Unternehmens weiterhin im schwedischen Södertälje bleiben. Auch strukturelle Veränderungen, die sich negativ auf die 12 000 in Schweden Beschäftigten auswirken könnten, seien nicht vorgesehen.

Bisher sind also alle Seiten zufrieden. Auch die Aktionäre zeigten sich zuversichtlich. Die Scania-Aktie hat auf die Nachricht mit einem Kursanstieg um 12,3 Prozent reagiert. Auch die MAN-Aktie ist in positiver Erwartung einer guten Zusammenarbeit mit Scania um 4 Prozent gestiegen.

Clarissa Blomqvist

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