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Immer mehr schwedische Unternehmen in deutscher Hand

Publicerat tisdag 4 mars 2008 kl 16.19
Wie wird es für die Scania-Angestellten in Södertälje weitergehen? Foto: Scanpix

Mit dem Lastwagenbauer Scania hat wieder ein schwedisches Unternehmen einen ausländischen Eigentümer erhalten, und zwar einen deutschen. Damit setzt sich ein Trend fort, der sich in den vergangenen Jahren bereits abgezeichnet hat. Und wieder kommen Diskussionen darüber auf, was aus der Firma wird und was es eigentlich bedeutet, für einen deutschen Eigentümer zu arbeiten. Denn seit der großen Fusionsphase Ende der 1990er Jahre sind 36 große und bekannte Firmen „deutsch“ geworden.

Dass Volkswagen die Kontrolle über den schwedischen Lastwagenhersteller Scania übernommen hat, ist in Schweden relativ ruhig aufgenommen worden. Die Unternehmensleitung ist zwar enttäuscht, verlässt sich aber darauf, dass die deutsche Hand letztendlich gut für das Unternehmen sei. Doch viele der 12 000 Scania-Beschäftigten sind gespannt, ob sich für sie etwas ändern wird.

Die Übernahme Scanias durch die Wolfsburger Autobauer ist längst kein Einzelfall. In den vergangenen Jahren haben nicht weniger als 36 große schwedische Firmen den Eigentümer gewechselt und sind in deutsche Hand geraten. Dies hat eine Zusammenstellung der schwedischen Behörde für Investitionsförderung ergeben. Vor allem gegen Ende der 90er Jahre haben viele Fusionen für Schlagzeilen gesorgt. So kaufte die deutsche Gasfirma Linde den schwedischen Konkurrenten AGA. Innerhalb der Logistik- und Transportbranche erwarb die Deutsche Post die schwedische ASG und Schenker die Firma „Bilspeditionen“.

Kjell Göthe weiß, wie es ist, als schwedische Tochter in einen deutschen Mutterkonzern einzugehen. Göthe ist Informationschef beim Militärfahrzeughersteller Kockums, der seit 2000 zur deutschen Firma HDW gehört. HDW wiederum ist Teil des Thyssen-Krupp-Konzerns. Allein die kulturellen Unterschiede zwischen den Schweden und den Deutschen würden sich auf das Geschäftsleben auswirken, meint Göthe: „Wenn man mit Deutschen in einem Gespräch sitzt, dann muss man deutlich sein und auch den Mut haben, etwas abzulehnen.  In der Hinsicht sind wir Schweden manchmal zu nett. Das nehmen die Deutschen dann gleich als Zeichen dafür, dass wir einverstanden sind.  Wenn man anderer Auffassung ist, muss man dies auch vorbringen.“

Im internationalen Wettbewerb liegt der Vorteil einer Fusion vor allem darin, dass der größere Partner den kleineren unterstützt. Von dieser Art von Unterstützung hat auch Kockums profitiert. Kjell Göthe: „Für uns war es eine positive Entwicklung, die noch immer anhält. Wir haben Verstärkung, wenn wir sie brauchen. Ansonsten gibt es genug Spielraum für unsere Innovationen und Ideen.“

Nicht immer sind die Fusionen aber für den schwedischen Partner gut verlaufen. Beispielsweise stellte der deutsche Reifenhersteller Continental nach der Fusion mit einem schwedischen Gummiproduzenten im Jahr 2001 die Herstellung im südschwedischen Gislaved ein.

Wie es nun für Scania in Schweden weitergehen wird, wenn die Geschicke des LKW-Herstellers ab sofort in Wolfsburg bestimmt werden, bleibt abzuwarten.

Clarissa Blomqvist

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