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ADS am Steuer

Publicerat tisdag 11 mars 2008 kl 16.27
Einen Führerschein zu bekommen wird demnächst schwieriger

Menschen mit ADS gelten als leicht ablenkbar, schnell aufbrausend und unüberlegt handelnd. Dadurch sind sie eine Gefahr im Straßenverkehr, für sich und andere, meint die schwedische Straßenverkehrsbehörde. Die Verkehrswächter widmen der psychischen Störung deshalb einen Abschnitt in ihrem medizinischen Anforderungskatalog an Verkehrsteilnehmer. Und das kann dazu führen, dass ADS-Betroffene ab demnächst vielleicht keinen Führerschein mehr machen können.

Ab dem 1. Mai wird es für Menschen mit der Diagnose ADS deutlich schwieriger, einen Führerschein zu machen. Das schwedische Straßenverkehrsamt vermutet, dass viele Verkehrsunfälle insbesondere bei jungen Männern auf die Aufmerksamkeitsdefizitstörung zurückzuführen sind. Deshalb sollen jetzt die medizinischen Anforderungen für den Führerscheinerwerb verschärft werden. Gerade in schweren Fällen kann die psychische Störung zu viel zu schnellem Fahren verleiten, erläutert Lars Englund, Chefarzt beim Straßenverkehrsamt: „Es gibt recht gute wissenschaftliche Belege dafür,  dass gerade ADS zu einem deutlich erhöhten Risiko im Straßenverkehr führt. Was zu einem Problem beim Erwerb des Führerscheins werden kann, sind Drogenmissbrauch, Kriminalität aber auch Störungen der Impulskontrolle und Beeinträchtigungen der Urteilsfähigkeit.“

Ärztliche Überwachung wichtig
Die ADS-Diagnose soll einen Patienten nicht grundsätzlich vom Straßenverkehr ausschließen. Aber sie kann es für den Betroffenen schwieriger machen, eine ärztliche Bescheinigung zu bekommen, erläutert Englund. Es sei wichtig, dass diejenigen, die trotz ADS einen Führerschein machen wollen, ärztliche Behandlung und die richtige Medizin bekommen. Für diejenigen, bei denen früh im Leben ADS diagnostiziert wird, bedeuten die neuen Anforderungen nicht selten eine Last, räumt der Chefarzt ein: „Es ist vorgekommen, dass vor allem Mütter angerufen haben und sagten: Wenn sie gewusst hätten, dass es Probleme mit dem Führerschein geben könnte, hätten sie niemals auf die Stellung der Diagnose gedrängt.“

Strengere Regeln auch bei Epilepsie und Alkoholismus
Die ab Mai geltenden neuen medizinischen Richtlinien betreffen aber nicht nur ADS-Patienten. Auch für andere Krankheiten werden die Regeln verschärft. Epileptiker beispielsweise dürfen in Zukunft ein Jahr lang keinen Anfall mehr erlitten haben, wenn sie Auto fahren wollen. Berufsfahrer, die eine besonders hohe Verantwortung im Straßenverkehr tragen, müssen künftig nicht mehr nur fünf, sondern zehn Jahre lang ohne Anfall gewesen sein.

Auch für alkoholisierte Verkehrsteilnehmer, bei denen Verdacht auf eine Alkoholabhängigkeit besteht, werden die Bestimmungen verschärft. Bisher haben zwei Proben in einem Zeitraum von drei Monaten ausgereicht, um eine Abhängigkeit auszuschließen. Ab demnächst müssen vier Proben über sechs Monate erbracht werden. Lars Englund: „Nicht alle, die betrunken Auto fahren, sind auch Alkoholiker, aber viele. Deshalb muss dies bei vielen ärztlich untersucht werden. Wer ein Alkoholproblem hat, muss sich in ärztliche  Behandlung begeben, bevor er wieder ein zuverlässiger Verkehrsteilnehmer sein kann. Drei Monate sind zu kurz, um eine Alkoholabhängigkeit zu entdecken und zu diagnostizieren.“

Clarissa Blomqvist

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