Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Integration

Sahlin will Flüchtlinge aufs ganze Land verteilen

Publicerat tisdag 11 mars 2008 kl 16.30
Mona Sahlin, Vorsitzende der Sozialdemokraten. Foto: Bertil Ericson/ Scanpix

Die Stadt Södertälje südlich von Stockholm wird manchmal auch Klein-Bagdad genannt. Södertälje nehme mehr Flüchtlinge aus dem Irak auf als ganz Nordamerika, sagt Mona Sahlin, Chefin der Sozialdemokraten. Auch in anderen schwedischen Städten leben überdurchschnittlich viele Flüchtlinge – zum Beispiel in Malmö oder Botkyrka. So kann das nicht weitergehen, findet Sahlin.

”Södertälje, Botkyrka, Göteborg oder Malmö brauchen Hilfe”, sagt Mona Sahlin. Denn gerade in den Vorstädten von Malmö oder Stockholm gibt es Einwandererviertel, in denen kaum Schweden wohnen. Rinkeby in Stockholm zum Beispiel. Oder Rosengård in Malmö. Eine Ghettobildung in den großen Vorstädten Schwedens will Sahlin verhindern. Sie fordert, dass auch andere Kommunen Flüchtlinge aufnehmen müssen.

”Alle Kommunen müssen ihre Verantwortung wahrnehmen. Flüchtlinge aufzunehmen – das ist eine nationale Aufgabe”. Schweden brauche ein neues Gesetz, das alle Kommunen dazu bringt, Flüchtlinge aufzunehmen.


Zwei Jahre Umzugsverbot

Sahlin will Flüchtlingen, die nach Schweden kommen, eine Kommune zuweisen. In dieser müssten sie dann ein bis zwei Jahre leben. Ein fester Wohnsitz könne die Ausbildungschancen der Flüchtlinge verbessern. Sie könnten zum Beispiel regelmäßig an Sprachkursen teilnehmen.

Das sei nur ein Angebot, sagt Mona Sahlin. Natürlich könne der Staat niemanden zwingen, 2 Jahre in derselben Kommune leben zu müssen. Und doch: Wer früher wegzieht, soll weniger Beihilfen vom Staat kriegen.


Fehler in der Integrationspolitik

In den 90er Jahren war Sahlin Integrationsministerin einer sozialdemokratischen Regierung – damals habe sie auch Fehler in der Integrationspolitik gemacht.

”Natürlich haben wir einen große Verantwortung, dass die Lage ist wie sie ist in Schweden. Ich war ja in der Tat selber Integrationsministerin. Aber in den letzten Jahren ist in mir eine Einsicht gewachsen: Wir müssen den Kommunen zuhören. Gerade wenn sie mit der Anzahl ihrer Flüchtlinge überfordert sind und um Hilfe flehen.”

In Schweden leben zurzeit 1,2 Millionen Menschen, die im Ausland geboren wurden. Das ist laut Statistischem Zentralamt jeder achte Einwohner.

Dominik Rzepka

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min Lista".