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Hausdurchsuchungen:

Polizei beschlagnahmt Waffen bei Neonazis

Publicerat tisdag 11 mars 2008 kl 18.22
Neonazi-Demo in Stockholm.

Neonazis sind auch in Schweden ein immer wiederkehrendes Thema. Die Zeitschrift Expo, die ein Auge auf Rechtsextremisten und Neonazis zwischen Kiruna und Trelleborg wirft, hat im vergangenen Jahr über 1100 Aktivitäten gezählt – von Demonstrationen bis zu schweren Übergriffen gegen Andersdenkende. Die Polizei in Stockholm ist nun wieder gegen eine der größten Neonazigruppen, die „Schwedische Widerstandsbewegung“ vorgegangen.


Und sie hat dabei offenbar Erfolg gehabt, wie Polizeisprecher Ulf Göranzon sagte:

„Das Ganze begann am vergangenen Donnerstag mit der Durchsuchung einer Wohnung in einem westlichen Stadtteil Stockholms. Dort wurden Waffen gefunden. Bei weiteren Durchsuchungen nach den ersten Waffenfunden haben wir weitere Waffen Sprengstoff gefunden.“

Was für Waffen das waren, wollte Göranzon noch nicht sagen. Und auch über die Größe des Fundes schwieg der Polizeisprecher noch – um die weiteren Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen, wie er erklärte.

Fest steht jedoch, dass im Zusammenhang mit den Durchsuchungen sechs Menschen festgenommen wurden. Gegen drei von ihnen ist inzwischen Haftbefehl ergangen, unter anderem wegen illegalen Waffenbesitzes. Und auch die anderen bleiben unter Beobachtung.

”Gewaltbereite Gruppe”

Anders Dalsbo kennt die Gruppe, gegen die die Polizei nun vorgegangen ist. Er ist Journalist bei der Zeitschrift „Expo“, die fremdenfeindliche Bewegungen in Schweden beobachtet. Und die „Schwedische Widerstandsbewegung“ ist seiner Ansicht nach eine der gefährlichsten.

„Ja, das ist eine gewaltbereite Gruppe, sowohl auf der Straße als auch in ihrer Sprachwahl. Wir wissen, dass schon Anfang 2007 ein Mitglied dieser Gruppe von einem Gericht wegen illegalen Waffenbesitzes verurteilt worden ist. Und einer von denen, gegen die die Polizei jetzt ermittelt, war in die Sache damals auch verwickelt. Er wurde zwar nicht verurteilt, aber man hat in dem Waffenversteck Fingerabdrücke von ihm gefunden.“

Laut Anders Dalsbo waren Nazis mit Verbindungen zur „Schwedischen Widerstandsbewegung“ auch in den Mord an einem Gewerkschaftsfunktionär vor neun Jahren verwickelt.

„Der letzte ernsthafte Zwischenfall war im vergangenen Jahr, als hier in Stockholm ein Mann niedergestochen wurde, während Mitglieder dieser Gruppe auf einem Platz ihre Zeitung verkauften”, so Dalsbo.

Wo die jetzt gefundenen Waffen und Sprengstoffe eingesetzt werden sollten, das wollen die Ermittler der Polizei nun herausfinden. Ulf Göranzon:

„Wir hoffen, dass Verhöre mit den Verdächtigen und anderen Personen aus dem Umfeld der Verdächtigen uns in dieser Frage mehr  Klarheit bringen.“

Thomas Fenske

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