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100 Millionen Euro gespart:

Fußfessel entlastet die Staatskasse

Publicerat onsdag 12 mars 2008 kl 15.35
Die elektronische Fußfessel macht sich für den Staat bezahlt.

Wer eine Straftat begeht, der landet in Schweden im schlimmsten Fall im Gefängnis. Doch Verurteilte, die nur eine relativ geringe Strafe im Knast absitzen sollen, haben die Möglichkeit, einen Teil ihrer Strafe zuhause abzusitzen. Die elektronische Fußfessel macht’s seit 1997 möglich. Und diese Fußfessel macht sich offenbar in jeder Hinsicht bezahlt.

Eineinhalb Jahre hat Patrik im Knast gesessen. Wegen Unterschlagung hatte ihn ein Gericht zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Als er die Hälfte seiner Strafe abgesessen hatte, bekam Patrik die Chance, den Rest der Haftstrafe zuhause zu verbüßen – mit einer elektronischen Fußfessel. Seitdem trägt er einen kleinen Plastikkasten oberhalb des rechten Sprunggelenkes. Und Patrik ist froh darüber, wie er sagt:

„Das gute daran ist, dass man schneller zurück in die Gesellschaft kommt, sowohl durch die Arbeit als auch sozial. Man kann seine Freunde treffen, Bekannte, die Familie. Und man ist so auch keine Belastung.“

Weniger Rückfällige

Patrik kann einer Arbeit nachgehen, muss sich ansonsten aber zuhause aufhalten. Nur zu festgelegten Zeiten darf er seine Wohnung verlassen. Doch für ihn ist das kein Problem. Und für etwa 40.000 weitere Straftäter offenbar auch nicht. So viele haben seit der landesweiten Einführung der Fußfessel vor elf Jahren auf diese Art einen Teil ihrer Strafe verbüßt. Nur zehn Prozent der Straftäter verstoßen gegen die Verhaltens- und Alkoholauflagen, die sie während der Fußfessel-Zeit beachten müssen. Und von den Fußfesselträgern werden nach Ende ihrer Strafzeit auch weniger wieder rückfällig als von denen, die ihre Haftzeit komplett im Gefängnis absitzen mussten.

Zu den positiven sozialen Effekten kommt aber auch noch einer, der Schwedens Steuerzahler freuen dürfte. Denn die Fußfessel hat sich für den Staat nicht nur als humane, sondern auch als preiswerte Alternative zum Knast-Aufenthalt erwiesen. Kjell Carlsson von den Strafvollzugsbehörden nennt Zahlen:

„In den elf Jahren, die wir jetzt mit der Fußfessel arbeiten, haben wir pro Jahr etwa acht Millionen Euro eingespart. Bis heute macht das also insgesamt etwa 90 Millionen Euro eingespart, und wir nähern uns schnell den 100 Millionen. Und das sind nur die Kosten, die im Strafvollzug eingespart worden sind.“

Die Strafvollzugsbehörden würden deshalb die Möglichkeit zur Fußfessel auch gerne ausweiten. Bisher kommt sie nur für einen Teil der Haftzeit in Frage, und zumeist auch nur bei geringen Haftstrafen. Kjell Carlsson:

„Man könnte diese Möglichkeit zum Beispiel so ausweiten, dass Verurteilte mit kurzen Gefängnisstrafen von Beginn an eine Fußfessel bekommen. Aber bislang gibt es keinen politischen Beschluss in diese Richtung.“

Die Chancen darauf, dass ein solcher politischer Beschluss mittelfristig doch kommt, dürften allerdings aufgrund der positiven Ergebnisse gestiegen sein.

Thomas Fenske

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