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Medizin

Lärm in der Freizeit schlimmer als am Arbeitsplatz

Publicerat onsdag 9 april 2008 kl 12.20
Gefährlicher als Industrielärm

Das Geräuschniveau in der Industrie und an anderen Arbeitsplätzen ist in den vergangenen Jahren gesunken. Der Lärm, dem wir in unserer Freizeit ausgesetzt sind, ist dagegen gestiegen. Dieser Freizeitlärm kann vor allem bei jungen Menschen zu ernstzunehmenden Gehörschäden führen, warnen Hörforscher, die sich zurzeit auf dem Ärztekongress im schwedischen Örebro treffen.

Die Lärmbelästigung in unserer Freizeit ist heute um einiges höher als früher. Das liegt vor allem an der verbesserten Technik von Verstärkern, Lautsprechern und Musikspielern und immer größeren und lauteren Konzerten. Die neuen MP3-Spieler etwa führen dazu, dass viele junge Menschen einem höheren Geräuschpegel ausgesetzt sind als Arbeiter in der Industrie, so Claes Möller, Professor an der Universitätsklinik in Örebro: „Wenn man sie laut gestellt zwei, drei, vier Stunden lang pro Tag anhat, dann überschreitet man das Niveau, das für einen Industriearbeiter in einem Zeitraum von acht Stunden zugelassen ist. Dies ist also wirklich eine Untersuchung wert.“

Der Forscher warnt auch vor den Schülerdiskotheken für 10- bis 12-Jährige. Wenn sich dort ältere Schüler mit kräftigen Musikanlagen als Diskjockey betätigten, sei der Lärmpegel oft viel zu hoch. Solche Lärmüberbelastung kann laut Professor Claes Möller bei den Kindern und Jugendlichen zu vorübergehenden, aber auch zu dauerhaften Gehörschäden führen. Vorübergehende Schäden könnten mit Antioxidantien in Form von Vitamin C oder E und anderen Medikamenten gemildert werden. Auf jeden Fall sei die sofortige Behandlung nach der Lärmattacke entscheidend: „Bei einem vorübergehenden Gehörschaden haben die Jugendlichen das Gefühl einer Blockierung, es klingt flach, oder sie hören Geräusche. In so einem Fall sollte man aufpassen, denn dies sind Warnzeichen.  Diese Symptome gehen vorbei. Aber wenn sie bleiben, dann sollte man so schnell wie möglich einen Ohrenarzt aufsuchen.“

Rund eine Million Schweden hören schlecht. Die Zahl könne aber ansteigen, wenn nicht langfristig etwas gegen die Lärmbelastung in der Umwelt getan werde, meint Hörforscher Claes Möller. In Zukunft komme es deshalb darauf an, eine gute Geräuschökologie zu schaffen mit guter Lautqualität aber gesenktem und angemessenem Geräuschniveau.

Clarissa Blomqvist 

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