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Schweden - China

"Zeitlich unpassend": Proteste an China als unsportlich kritisiert

Publicerat onsdag 9 april 2008 kl 13.58
Demonstranten in San Francisco

Nach der unrühmlichen Stippvisite des Olympischen Feuers in Paris reist die Fackel nun weiter durch die Kontinente. Auch beim nächsten Stopp in San Francisco werden erneut Proteste gegen China erwartet. Der geplante Triumphzug entwickelt sich, das zeigt ein Blick zumindest in westliche Medien, für China immer mehr zum PR-Fiasko. Ganz anders sieht das dagegen die Pressechefin der chinesischen Botschaft in Stockholm, Zhou Lulu.

Reihenweise festgenommene Regimekritiker zu Hause, unzählige Demonstranten weltweit, die ihre Solidarität mit den Tibetern kundtun wollen. Das alles kurz bevor China die Tore öffnet, um die Welt zu den Olympischen Spielen einzuladen. Was viele nun schon als irreparablen Schaden an Chinas Ruf sehen, sei überbewertet, sagte Zhou Lulu im Schwedischen Rundfunk: „Ich sehe nicht, dass China nun um seinen Ruf kämpfen muss. Das Bild von China im Allgemeinen ist für uns nicht problematisch, denn die meisten stehen auf unserer Seite.”

”Verletzend und nicht repräsentativ”

Dass es überhaupt zu so starken Protesten kommt, ist für Zhou Lulu unverständlich - und letztlich unsportlich.

„Die Proteste finden meiner Meinung nach zur falschen Zeit am falschen Ort statt und sind vollkommen unangebracht. Erstens verletzen sie den Geist der Olympischen Spiele, zweitens verletzen sie die Gefühle der Chinesen und anderer, die die Olympischen Spiele und Frieden lieben und drittens finde ich nicht, dass die Proteste die allgemeine Meinung widerspiegeln.”

Laut Zhou Lulu sind die Protestierenden vor allem falsch informiert und wollen China diskreditieren. Ihrer Meinung nach sollte man sich zuerst der Frage widmen, inwieweit die Protestaktionen überhaupt gerechtfertigt sind. Und auch die Medien bekommen ihr Fett ab: Sie verbreiteten teilweise ein unzutreffendes Bild von China.

”China scheut keine kritischen Fragen”

Darauf angesprochen, dass viele Demonstranten China an die Einhaltung der Menschenrechte erinnern wollen, sagte Zhou im Schwedischen Rundfunk:

„Die chinesische Regierung hat bereits einige Maßnahmen zum Schutz der Menschenrechte ergriffen, aber in jedem Land gibt es die eigene Gesetzgebung auf der einen Seite und auf der anderen Seite den Schutz der Menschenrechte. Beide Seiten sind wichtig. Wir betrachten jeden Fall unter beiden Aspekten, und ich denke nicht, dass es dabei einen Konflikt gibt.”

Am kommenden Wochenende wird Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt seine einwöchige China-Japan-Reise antreten. Nicht nur der Umwelt- und Klimaschutz wird in den Gesprächen mit der chinesischen Führung eine Rolle spielen, sondern auch Chinas Verantwortung in Bezug auf die Menschenrechte. Diese möglicherweise kritischen Fragen scheue China nicht, versichert die Pressechefin der chinesischen Botschaft in Stockholm, Zhou Lulu: „Wir sind jeglichem Thema gegenüber sehr aufgeschlossen. Wir haben keine Angst davor, über Menschenrechte oder Umweltschutz zu sprechen, sondern sind offen für alle Fragen.”

Liv Heidbüchel

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