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Spender-Babys sollen todkranke Geschwister retten

Publicerat torsdag 10 april 2008 kl 11.37
Helena und Fredrik Richardson haben die Erlaubnis zur Behandlung bekommen.

In Schweden werden jetzt zum ersten Mal Embryos gezeugt, die das Leben ihrer todkranken Geschwister retten sollen. Vier schwedische Familien haben bisher die Erlaubnis zur künstlichen Befruchtung mit einem gesunden Embryos erhalten, der die lebensrettende Knochenmarkstransplantation ermöglichen soll. Die Familien setzen große Hoffnung in die  Behandlung. Kritiker aber haben ethische Bedenken.

Helena und Fredrik Richardson aus Trollhättan sind guter Hoffnung, demnächst zum dritten Male Eltern zu werden. Zum ersten Male dann aber Eltern eines gesunden Kindes, das nicht dieselbe seltene Erbkrankheit in sich trägt, die das Leben ihrer beiden Söhne bedroht. Bei ihrem zwölfjährigen Sohn brach die tödliche Krankheit im Alter von neun Jahren durch. Heute ist er schwerstbehindert, bald wird er sterben. Für ihn kommt jede Rettung zu spät. Aber seinem heute vierjährigen Bruder kann noch geholfen werden. Bei ihm ist die Krankheit noch nicht ausgebrochen, die dazu führt, dass der Körper  Fettsäuren nicht verarbeiten kann. Eine Knochenmarktransplantation von einem Geschwisterchen mit demselben Gewebetyp könnte ihn retten. Die schwedischen Sozialbehörden haben der Familie Richardson jetzt die Erlaubnis zu einer so genannten PGD/HLA-Behandlung erteilt. Unter dem Mikroskop wird gezielt ein gesunder Embryo ausgewählt, der dann der Mutter eingepflanzt wird.

Technisch komplizierter Eingriff
Elisabeth Blennow vom Karolinska Krankenhaus in Stockholm wird den Eingriff vornehmen, der technisch sehr kompliziert ist:  „Vor allem weil zwei verschiedene Analysen gleichzeitig an einer Zelle durchgeführt werden sollen. Wir haben also ein sehr begrenztes Material. An der Zelle müssen wir zum einen die Krankheit diagnostizieren und zum anderen bestimmen, um welchen Gewebetyp es sich handelt. Das ist technisch sehr schwer.“

In Deutschland verboten
Neun Monate später werden dann Stammzellen aus dem Nabelschnurblut des so entstandenen Babys zur Behandlung des kranken älteren Geschwisters verwendet. Die für manche Kinder lebensrettende Behandlung ist hoch kontrovers. Bisher ist sie nur in einigen Ländern zugelassen, etwa in den USA, in Belgien und Großbritannien. Deutschland lehnt den Eingriff dagegen aus ethischen Gründen ab. Aber auch in Schweden gibt es Kritiker, wie Britt-Marie Frost, Oberärztin an der Kinderkrebsklinik am Akademischen Krankenhaus in Uppsala:

„Ich mache mir Sorgen über die psychologische Entwicklung der Jugendlichen, wenn sie erfahren, dass sie zu einem bestimmten Zweck entstanden sind. Aber auch darüber, wie man in der Gesellschaft seine Mitmenschen wahrnimmt, wie man manipulieren kann. Das ist wohl ein noch größeres Problem.“

Familie Richardson hat gar keine Bedenken. Nach einem ersten fehlgeschlagenen Versuch setzt sie große Hoffnung in die nächste Behandlung und bevorstehende Zeugung ihres Spender-Babys. Die Eltern sind stolz darauf, in einem Land zu leben, das ihrem Sohn das Leben retten kann.

Clarissa Blomqvist

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