Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Unterschiedliche Linien

Streit ums schwedische Arbeitsrecht

Publicerat torsdag 17 april 2008 kl 13.58
Nicht konfliktfrei: Verhältnis Brüssel - Stockholm

Schweden und die Europäische Union – ein bisweilen recht stürmisches Verhältnis. So manches typisch Schwedische schmeckt Brüssel nicht, Stichwort zum Beispiel: Systembolaget, das schwedische Alkohol-Verkaufsmonopol. Jüngster Stein des europäischen Anstosses ist nun Las.

Die Abkürzung steht für ein wohl bekanntes Gesetz in Schweden, das Gesetz zum Anstellungsschutz. Seit vergangenem Jahr gelten da einige neue Regeln, und gegen die hat jetzt die Angestelltengewerkschaft TCO bei der EU-Kommission geklagt. TCO-Chef Sture Nordh fasst die Vorwürfe zusammen:

“Man kann verschiedene Anstellungsformen aufeinander stapeln – auf eine Art und Weise, die nicht mit den EU-Direktiven vereinbar ist. Das muss Schweden ändern.“

Die Gewerkschaft wirft den schwedischen Arbeitgebern vor, vielfältige Mittel auszunutzen, um sich um die Anstellung von Mitarbeitern herumzudrücken. Wer eine gewisse Zeitlang an einem Arbeitsplatz gearbeitet hat, der kann sich auch hier in Schweden „einklagen“, also eine Anstellung fordern. Theoretisch zumindest. In der Praxis wird da jeweils kurz vor dem kritischen Zeitpunkt aus der Projektanstellung schnell mal ein Aushilfsjob, aus diesem wieder eine Projektanstellung und so weiter und so fort.

Die EU-Kommission hat dieses Ringelspiel nun eingehend untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass ein Arbeitnehmer nach schwedischem Recht offenbar in Sachen Anstellung bis zu sechs Jahre hingehalten werden kann. Der Brief der Kommission an die schwedische Regierung enthält nun eine Reihe bohrender Fragen, darunter die, warum das schwedische Arbeitsrecht keine Grenzen vorschreibt, wie oft eine zeitbegrenzte Anstellung erneuert werden darf.

Spätestens bis Mitte Mai muss Stockholm antworten. Fällt die Antwort nicht zur Zufriedenheit der EU-Kommission aus, dann landet der Fall vor dem Europäischen Gerichtshof.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".