Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/

Radio Sweden wird 70

Publicerat fredag 18 april 2008 kl 14.32
1 av 2
2 av 2

Am 1. Juli 1938 ging das erste Programm auf Schwedisch auf Sendung, ein Jahr später folgten Sendungen in englischer und deutscher Sprache. Heute sendet der Schwedische Rundfunk in insgesamt 13 Sprachen.

 

1940 - „Achtung, Achtung, hier ist Radio Schweden!“

Der Schwedische Rundfunk begann in den Dreissigerjahren mit seinen Auslandssendungen.

Ein Kommunikee aus den Gründerjahren des schwedischen Auslandsfunks :

Gundula Adolfsson, Programchefin und stellvertretende Leiterin von SR international, erläutert die damalige Entscheidung folgendermaßen:

1976 - Hochzeit von König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia

Am 19. Juni 1976 gaben Silvia Sommerlath und der König von Schweden einander das Ja-Wort. Kennen gelernt hatten sich die beiden vier Jahre zuvor bei den Olympischen Sommerspielen in München, nachdem der damalige Kronprinz die damalige Hostess mit dem Opernglas erspähte. Die Hochzeit mit der bürgerlichen Silvia Sommerlath war die beste Entscheidung, die der König jemals getroffen hat, meinen viele Schweden heute.

1986 - Der Mord an Olof Palme erschütterte Schweden

Am 28. Februar 1986 wurde Ministerpräsident Olof Palme auf dem Heimweg von einem Kinobesuch in der Stockholmer Innenstadt auf offener Straße  erschossen. Seine Frau Lisbeth, die ihn begleitete, erlitt geringe Verletzungen.  

Der Täter ist bis heute nicht ermittelt.

1994 - Schweden entscheidet sich für die EU

Im Jahr 1994 entschieden die Schweden sich in einer Volksabstimmung für den Beitritt zur Europäischen Union. Die Verhandlungen mit Brüssel waren nach einigen Verzögerungen im Frühjahr abgeschlossen worden, und die drei nordischen Beitrittskandidaten, Finnland, Schweden und Norwegen bereiteten sich auf ihre jeweiligen Referenden vor, in der Hoffnung auf einen Dominoeffekt. Am 16. Oktober stimmten 57 Prozent der finnischen Wahlberechtigten für und 43 Prozent gegen den Beitritt ihres Landes zur Europäischen Union.

Am 13. November 1994 waren die schwedischen Wählerinnen und Wähler aufgerufen zu entscheiden: Nicht unerwartet fiel das Ergebnis knapper aus als in Finnland: 52,9 Prozent stimmten JA, 46,9 Prozent stimmten NEIN. Die Beteiligung war unerwartet hoch: 82,4 Prozent der Wahlberechtigen hatten ihre Stimme abgegeben. Auf mehreren Wahlparties der politischen Parteien wurde gejubelt.

Die Kommentare nach dem schwedischen JA zur EU liessen naturlich nicht auf sich warten. Svante Weyler, früherer Berlinkorrespondent und einer der prominentesten Kommentatoren der schwedischen Innenpolitik, hob vor allem die Rolle von Schwedens sozialdemokratischem Regierungschef Ingvar Carlsson hervor.

Wähleranalysen zeigten, dass Wirtschaftsfragen zusammen mit der Arbeitslosigkeit für viele Schweden ausschlaggebend waren. Die Staatsverschuldung war enorm hoch, sie lag 1994 bei 1 320 Milliarden schwedischen Kronen! Die EU-Befürworter hatten es vor allen Dingen im Endspurt des Wahlkampfes verstanden, diese Fragen in den Mittelpunkt zu rücken. „Ohne eine Mitgliedschaft“, so das immer wieder gehörte Argument, „haben wir keine Chance unsere nationalen Probleme zu lösen“.

Die schwedische Wirtschaft, die massiv für ein „JA“ eingetreten war, zeigte sich erleichtert. Hubert Frommlet, Chefökonom der schwedischen Swedban, sah durch das positive EU-Votum mehrere Vorteile für das krisengeplagte Schweden. Aber die EU könne nicht alle Probleme aus dem Wege räumen.

Nicht von den Vorteilen eines EU-Beitrittes überzeugen liessen sich hingegen kurz darauf die Norweger. Der sorgfältig geplante Dominoeffekt blieb beim letzten Steinchen aus.

1994 - Estoniakatastrophe

Der Untergang der Ostseefähre Estonia am 28. September 1994 bewegte die Menschen auf der ganzen Welt. Besonders trauerten natürlich die am schwersten betroffenen Länder Estland, Schweden und Finnland um die Opfer des Fährenunglücks. Bei einer der größten Katastrophen in der zivilen Schiff-Fahrt fanden mehr als 900 Menschen in der eiskalten Ostsee den Tod.  

Der genaue Verlauf des Unglücks wird sich vielleicht nie mit endgültiger Sicherheit ermitteln lassen. Was es gibt sind Zeugenaussagen und technische Belege über diese Nacht zum Mittwoch dem 28. September 1994.

Die Ansichten der Experten über die Ursache des Unglücks gingen auseinander. Eine Studie zum Untergang der „Estonia” legte 2008 neue Erkenntnisse über die letzte Stunde des Fährschiffs vor. Demnach sollen auch die Wassermassen, die durch die Lüftungssysteme und die oberen Fenster eindrangen, maßgeblich am schnellen Sinken beteiligt gewesen sein, wie Simulationsversuche des Technischen Instituts Chalmers in Göteborg ergaben. Die Studie im Auftrag der Regierung bestätigt die Ergebnisse der internationalen Havariekommission von 1997. Ihr zufolge war die abgerissene Bugklappe Hauptursache des Untergangs. Der Schaden entstand laut Experten, weil die „Estonia” auf ihrer letzten Fahrt im Herbst 1994 trotz harten Seegangs zu schnell fuhr.

2002 - Astrid Lindgren tot

Am 28. Januar 2002 verstarb die schwedische Kinderbuchautorin Astrid Lindgren im Alter von 94 Jahren. Die offizielle Trauerfeier fand am 8. März statt.

Mit einer Kombination aus alten schwedischen Beerdigungsbräuchen, Anspielungen aus dem Werk der großen alten Dame der Kinderliteratur und Verehrung nahm die schwedische Öffentlichkeit Abschied von der beliebten und bewunderten Schriftstellerin. Zehntausende Kinder und Erwachsene säumten bei Sonnenschein und Kälte die Straßen der Stockholmer Innenstadt.

Geschmückt mit roten Rosen wurde der schlichte weiße Sarg mit dem Leichnam der Schriftstellerin von zwei Pferden durch Stockholm gezogen. Berittene Polizisten, Dragoner und ein ungesattelter Schimmelhengst bildeten die Eskorte. Er war ein Symbol für die zahlreichen Figuren, die Astrid Lindgren geschaffen hat, und er entsprach gleichzeitig der ländlichen Tradition, ein Pferd hinter dem Sarg herzuführen.

Viele Zuschauer äußerten sich enttäuscht darüber, dass der Zug nicht in gemessenem Schritt-Tempo ging sondern so schnell vorbei gehastet war, dass sie kaum einen Blick darauf werfen konnten.

Vor der Stockholmer Domkirche, Storkyrka, in der der Trauergottesdienst stattfand, drängte sich die Menge. Die meisten mussten sich damit begnügen, auf dem Vorplatz über Lautsprecher an der Zeremonie teilzunehmen.

Neben den Angehörigen der Verstorbenen nahmen auch der schwedische König Carl XVI. Gustaf, Königin Silvia und Kronprinzessin Victoria teil. Alle 1 500 Sitzplätze der Kirche waren besetzt. Auf den traditionellen Gottesdienst nach dem Ritual der schwedischen Kirche folgte eine Gedenkfeier, die sicherlich nach dem Herzen der Millionen von Verehrern der Kinderbuchautorin war. Ihre Freunde sprachen von persönlichen Erinnerungen an Astrid Lindgren und schwedische Interpreten trugen Musik vor, die in Beziehung zu Lindgrens Werk stand.

Auch Ministerpräsident Göran Persson dankte der berühmten Autorin. ”Oft hat sie Entscheidungsträgern zu Denken gegeben, ihnen mit dem Finger gedroht. Sie hat für die gekämpft, die es am schwersten hatten. Kinder, Tiere und einzelne Menschen, die ungerecht und grausam behandelt worden waren.

Nach dem Trauergottesdienst trugen die Enkel von Astrid Lindgren den Sarg  aus dem Dom.

Das einfache stille Begräbnis, das die Autorin von «Pippi Langstrumpf» und anderen Kinderbuch-Klassikern sich gewünscht hat, fand im engsten Familienkreis in ihrem Geburtsort Vimmerby statt.

 

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".