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Rechtsextremismus

Schüler als Zielgruppe von Neo-Nazis

Publicerat onsdag 23 april 2008 kl 09.25

Wie in vielen anderen Ländern gibt es auch in Schweden Gruppen und Grüppchen von Neo-Nazis. Für ihre mit Gewaltbereitschaft gepaarte Ideologie werben die Rechtsextremisten immer öfter an Schulen.

Der Schwedische Rundfunk wollte es genau wissen. Man bat alle Schulen des Landes um Auskunft über Aktivitäten neonazistischer Gruppierungen. Aus den reichlich eingegangenen Antworten geht hervor, dass fast ein Viertel der Schulen schon öfter Schauplatz rechtsextremistischer Propaganda war. Eine der aktivsten Gruppen ist die Nationalsozialistische Front, NSF. Ihr Sprecher Rickard Ekman verweist darauf, dass politische Kräfte aller Schattierungen junge Menschen, also auch Schüler, für sich gewinnen wollen:

„Wir machen es genau so wie alle anderen Parteien. Junge Leute sind die Zukunft. Sie sind besonders empfänglich für unsere Botschaft, und deshalb sind sie eine wichtige Zielgruppe für unsere Aktivitäten.“

Die politische Botschaft der NSF und anderer Rechtsextremisten besteht hauptsächlich in negativen Aussagen: Man ist gegen Einwanderer, gegen Muslime, gegen Juden und gegen eine Gesellschaftsform, die auch multikulturelle Komponenten enthält. Diese Anti-Haltung wird mitunter durch physische oder psychische Gewalt unterstrichen: Acht Prozent der Schulen gaben an, dass Schüler und Lehrer von Neo-Nazis angegriffen oder bedroht worden sind.

Dass Rechtsextremismus die Bereitschaft zu Gewaltanwendung einschließt, ist hinlänglich bekannt. Daniel Poohl, Chefredakteur der anti-rassistischen Zeitschrift ‚Expo’, bestätigt denn auch:

„Gewalt ist ein ständig vorhandener Aspekt dieser politischen Bewegung. Gewalt ist also die politische Waffe dieser Gruppierungen, und deren Mitglieder drücken ihre Ansicht dadurch aus, dass sie Leute niederschlagen, die ihnen nicht passen oder die eine andere Meinung haben.“

Die Umtriebe rassistischer Schläger an den schwedischen Schulen beunruhigen zunehmend die Behörden. Aber letztendlich sind es Schüler und Lehrer, die sich mit dem Problem auseinandersetzen müssen. Ihnen rät Daniel Poohl zu Besonnenheit:

„Es ist nicht leicht, über solche Ansichten zu diskutieren. Deshalb muss man die Materie kennen. Das Wichtigste ist, dass die Schule das Problem erkennt und es konsequent behandelt, nicht nur durch besondere Thema-Stunden, sondern als Teil des täglichen Unterrichts.“    

Dafür eignen sich gleich zwei Fächer: Geschichte und Gegenwartskunde.

Klaus Heilbronner

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