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Ernährung und Umwelt

Ethanol aus Nährpflanzen für schwedischen Umweltminister kein Problem

Publicerat onsdag 23 april 2008 kl 14.38

Die Diskussion um die Verwendung von Nährpflanzen zur Herstellung von Auto-Treibstoff ist in eine neue Phase getreten. Die Frage lautet inzwischen: Dürfen wir verfeuern, was anderswo als Lebensmittel gebraucht wird? Der schwedische Umweltminister sieht das Ganze recht locker.

Bei der zum Teil fieberhaften Suche nach Ersatz für das immer teurer werdende Mineralöl haben viele Befürworter biologisch zu erzeugender Brennstoffe übersehen, dass die günstig erscheinende Alternative die Nahrungsgrundlagen gerade der ärmsten Länder bedroht. Bangladesch und andere Länder der dritten Welt haben bereits mit Exportverboten für Raps- und Sojaprodukte auf die für sie riskante Entwicklung reagiert. Die Europäische Kommission in Brüssel bemüht sich um einen einheitlichen Kurs, der den zunehmenden Bedenken gerecht wird.

Doch in Schweden gibt man sich unbekümmert. Denn während die Rgeierungen Großbritanniens und Deutschlands vor einem möglichen Irrweg warnen, hat der schwedische Umweltminister Andreas Carlgren die Produktion von Ethanol als Alternativ-Brennstoff gerade als Schritt in die richtige Richtung gepriesen. Zur Kritik an der Praxis sagte Carlgren:

„Es ist jetzt keine Lösung, generell die Produktion von Biobrennstoffen abzuwürgen. Man sollte auch nicht plötzlich wegen der Anpassung an EU-Richtlinien Manschetten bekommen. Statt dessen sollten wir feststellen, was machbar ist. Dann sortieren wir aus, was umweltschädlich ist, und wir fördern das, was umweltfreundlich ist.“  

Der Umweltminister bestreitet auch, dass die steigenden Lebensmittelpreise eine Folge davon sind, dass man Nährpflanzen für die Herstellung von Kraftstoffen zweckentfremdet. Carlgren hat eine andere Erklärung:

„Das liegt doch vor allem am weltweit steigenden Fleischverbrauch. Denn dadurch erhöht sich die Nachfrage nach Futtermitteln. Das ist das große Problem. Der Bio-Brennstoffmarkt ist nur ein recht kleiner Teil davon.“

In der dritten Welt und vor allem in Ghana wird man das mit Staunen hören. Denn aus dem westafrikanischen Land will Schweden in nächster Zeit pflanzlich gewonnenes Ethanol importieren, das hier Autos antreiben soll.

Klaus Heilbronner

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